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Potsdam Streetdancer siegen bei Norddeutscher Meisterschaft
Lokales Potsdam Streetdancer siegen bei Norddeutscher Meisterschaft
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11:09 07.03.2018
Loony Devils vom Potsdamer Tanzverein Crosslevel mit ihrer Siegerperformance. Quelle: Annika Jensen
Potsdam

Sie haben lange nichts mehr gewonnen. Und nun doch und dann gleich den ersten Platz. Die „Loony devils“ (12-16 Jahre) des Potsdamer Tanzvereins „Cross Level“ haben sich bei den Norddeutschen Meisterschaften der United Dance Organisation (UDO) in Wilhelmshaven gegen sechs andere Teams durchgesetzt. Bei dem Wettbewerb ging es darum, sein Können in urbanen Tanzstilen zu präsentieren, wie etwa Hip Hop, House, Locking oder Break dance. Extrapunkte gab es, wenn die Teams mindestens drei verschiedene Stile in ihren Auftritt eingebaut hatten.

Auch die Jüngeren konnten einen Pokal mit nach Hause nehmen

Doch nicht nur sie brachten eine gute Platzierung mit nach Potsdam. Auch die „Lunatics“ (6-12 Jahre), ihre jüngeren Mittänzer im Verein, konnten in Wilhelmshaven jubeln. Sie haben den dritten Platz belegt. Und auch im Solotanz hat ein Vereinsmitglied eine Medaille gewonnen. Die 12-jährige Kimberly Zimmermann hat den zweiten Platz belegt und konnte sich damit gegen elf andere Tänzer durchsetzen. Sie alle haben sich mit ihren Erfolgen für die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft qualifiziert, die am 7. April in Pforzheim stattfindet.

Die "Lunatics" (6-12) bei ihrem Tanz. Mit dieser Show haben sie den dritten Platz belegt. Quelle: Annika Jensen

Wenige Tage nach dem Wettbewerb in Wilhelmshaven trainieren die Kinder und Jugendlichen wieder im Tanzsaal des Filmgymnasiums. Zuerst die Jüngeren und danach die Älteren. Bevor es für Letztere ans Tanzen geht, sitzt ihre Betreuerin und die Vorstandsvorsitzende des Vereins, Jennifer Köppe-Zickermann mit ihnen in einem Kreis auf dem Boden. Sie bespricht die Punktevergabe vom Wochenende. „In allen sechs Bewertungskategorien habt ihr den ersten Platz belegt“, sagt sie. Die 15 Mädchen klatschen und jubeln. Pro Kategorie gab es maximal zehn Punkte. „Zum Zweitplatzierten habt ihr einen Vorsprung von 21,75 und zum Drittplatzierten 36,5 Punkte. Ich bin wirklich stolz auf euch“, sagt sie und lächelt.

Der Wettbewerb war anders als alle, die sie bisher erlebt haben

Wenige Minuten später schallt die Musik laut aus den Lautsprechern und die Mädchen tanzen ihre Siegerperformance. Es geht schnell, die Musikstücke wechseln rasant und die Tanzschritte der Mädchen passen sich ihnen an. Das überzeugte die Jury offenbar. Der Wettbewerb war anders als andere, auf denen sie bisher angetreten waren, sagen die Tänzerinnen. „Es gab keine Moderation zwischendurch. Die Jurymitglieder waren alle normal angezogen“, erzählt die 15-jährige Patricia. „Es fühlte sich nicht wie eine Gala an, wie bei anderen Wettbewerben. Es war wirklich etwas zwischen Tänzern.“ Und doch gab es freilich ein Publikum. Knapp 1000 Menschen jubelten den Tänzern bei der Norddeutschen Meisterschaft der United Dance Organisation (UDO) zu.

Die Potsdamer tanzen urban

Auf dem Wettbewerb in Wilhelmshaven suchte die United Dance Organisation nach den besten Tänzern in urbanen Stilen im norddeutschen Raum.

Getanzt wurde dort nicht nur das bekannte Hip Hop. Auch Break Dance war eine Art und Locking, die der Jury vorgeführt wurde. Bei letzterem Stil bewegt sich der Tänzer schnell und macht große Bewegungen, ähnlich wie eine Comicfigur.

Ihre Mitstreiterin Jessica (14) erinnert sich an den Moment, in dem die Platzierungen bekannt gegeben wurden. „Als der dritte Platz verkündet wurde, habe ich mir ehrlich gesagt gar keine Hoffnungen mehr gemacht.“ Sie wollte schon in die Umkleideräume verschwinden, ist mit ihrer Gruppe aber in der Halle geblieben. Zum Glück. „Als dann gesagt wurde, dass wir die Sieger sind, habe ich geheult bis zum geht nicht mehr“, sagt sie und lacht.

Für die Trainerin kam die gute Platzierung nicht überraschend

Der Jubel der jüngeren Potsdamer Tänzer war ähnlich groß. Und auch für sie war es ein unvergesslicher Tag. „Es war sehr aufregend. Wir haben vorgetanzt und die Jury ist total abgegangen“, erzählt die 12-jährige Pia. „Das Tanzen auf der Bühne vor so vielen Leuten und einer professionellen Jury war ein richtig tolles Erlebnis, was man einfach mal erlebt haben muss.“ Dabei war ihr Treppchenplatz für ihre Betreuerin Jennifer Köppe-Zickermann keine Überraschung. „Ich wusste, dass sie gut getanzt haben. und habe damit gerechnet, dass sie unter die ersten drei kommen.“ Sie schaut ihre Schützlinge an. „Habt ihr damit gerechnet?“ Die zehn Mädchen rufen alle laut „Nein“ und lachen.

Für alle war der dritte Platz sehr wichtig. Sie mussten gegen fünf andere Tanzgruppen antreten. Es hatten sich also insgesamt nicht sehr viele Teams angemeldet. Die Organisatoren des Wettbewerbs entschieden deswegen, dass jede Teilnehmende Formation automatisch zu den Deutschen Meisterschaften eingeladen ist. Doch die Potsdamer sind ehrgeizig. „Wir haben uns vorab den Anspruch gesetzt, nur zu den Deutschen Meisterschaften zu fahren, wenn wir es unter die ersten drei schaffen“, sagt Köppe-Zickermann. „Es muss sich für uns ja lohnen, soweit in den Süden zu fahren. Und was würde es bringen als letzt- oder vorletzt Platzierter gegen die Sieger der anderen Wettbewerbe anzutreten?“

Die Potsdamer tanzen urban

Auf dem Wettbewerb in Wilhelmshaven suchte die United Dance Organisation nach den besten Tänzern in urbanen Stilen im norddeutschen Raum.

Getanzt wurde dort nicht nur das bekannte Hip Hop. Auch Break Dance war eine Art und Locking, die der Jury vorgeführt wurde. Bei letzterem Stil bewegt sich der Tänzer schnell und macht große Bewegungen, ähnlich wie eine Comicfigur.

Nun haben die Potsdamer Tänzerinnen ganz große Chancen

Jetzt hingegen können sich ihre Mädchen wirklich Hoffnungen machen. Denn mit der goldenen und bronzenen Medaille der Norddeutschen Meisterschaften um den Hals haben sie wirkliche Chancen, bald zu den besten urbanen Tänzern in ihrer Altersklasse in Deutschland zu zählen.

Von Annika Jensen

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