Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Hitler-Attentäter auf Schloss Marquardt
Lokales Potsdam Hitler-Attentäter auf Schloss Marquardt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:00 18.03.2016
Holger Handtke (l.) und Andreas Berg. Quelle: Bernd Gartenschläger
Marquardt

Vierzig Anschläge hat NS-Diktator Adolf Hitler überlebt – etliche scheiterten im Vorfeld oder es blieb beim Versuch. Dem Attentatsversuch von Wehrmachtsmilitärs am 13. März 1943 widmet sich eine Episode aus der Doku-Drama-Serie „Geschichte Mitteldeutschlands“. Szenen dafür dreht Regisseur Pepe Pippig momentan auf Schloss Marquardt. „Manchmal fehlten nur Sekunden zu einem erfolgreichen Anschlag – Millionen Menschen wäre Leid erspart geblieben“, sagte Pippig beim Settermin am Mittwoch. Das von Generalmajor Henning von Tresckow (Holger Handtke, 47, „Monuments Men“) und seinem Cousin, Offizier Fabian von Schlabrendorff (Andreas Berg, 41, „12 Thesen“), geplante Attentat sollte Hitler bei einem Besuch an der Ostfront 1943 in Smolensk treffen. Doch die Zünder des in seinem Flugzeug in Cognac-Flaschen versteckten Sprengstoffs versagten.

Gedreht wurde auch das Telefonat, in dem die beiden Militärs vom Scheitern des Anschlags erfahren. Im Gegensatz zu von Tresckow überlebte von Schlabrendorff (1907-1980) den Zweiten Weltkrieg und berichtete in seiner Autobiografie vom Attentatsversuch 1943. Das Buch habe Berg in Vorbereitung auf seine Rolle „in Auszügen“ gelesen, sein Eindruck: „Schlabrendorff war von Anfang an gegen die Nazis.“ Handtke müsse sich „einmal im Jahr“ für Film- und TV-Rollen eine Wehrmachtsuniform anziehen, weil diese „hochverdichtete“ NS-Zeit immer wieder behandelt werden müsse. „Die Attentäter: Wie tötet man Adolf Hitler?“ erzählt nicht nur vom Attentatsversuch, sondern insbesondere von den Schutzmechanismen, die den Tyrannen umgeben haben. „Darüber hat es bislang noch keinen Film gegeben“, sagte der verantwortliche MDR-Redakteur Frank Kutter. Wie sich Hitler geschützt habe? Unter anderem mit zwölf Leibwächtern, gepanzerten Limousinen, zu Festungen ausgebauten Hauptquartieren. Hitlers bester Schutz sei jedoch dessen „Unberechenbarkeit“ gewesen, so Kutter.

Neue Staffel im MDR ab 17. Juli

Szenen für die 18. Staffel der Doku-Drama-Reihe „Geschichte Mitteldeutschlands“ entstehen im wandelbaren Schloss Marquardt – ausgestattet von Szenenbildnerin Stefanie Probst. Die Folgen laufen ab 17.  Juli, sonntags um 20.15 Uhr, im MDR.

Die Episode „Lenin, die Deutschen und der Zarenmord“ spielt 1917, Lenins Arbeitszimmer in Zürich und im Kreml sind im Schloss nachgebaut. Von dem bei 1982 zwischen dem bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß und DDR-Devisenhändler Alexander Schalck-Golodkowski eingefädelten Milliardenkredit für die DDR handelt eine weitere Episode. In Marquardt entsteht ein Leipziger Hotelzimmer.

Für „Die Attentäter: Wie tötet man Adolf Hitler?“ kamen Requisiten aus dem Fundus von Studio Babelsberg zum Einsatz. Die Dreharbeiten dauern bis Sonnabend.

Von Ricarda Nowak

Potsdam Nach Zwischenfall bei Schwarzfahrer-Offensive in Potsdam - Bewährung für Ausraster bei Ticketkontrolle

Beschimpfungen und Bedrohungen sind für Manfred K. Berufsalltag. Der 55-Jährige ist Fahrkartenkontrolleur in den Bussen und Straßenbahnen in Potsdam. Doch bei der Schwarzfahrer-Offensive des Verkehrsbetriebes Vip im Herbst 2015 kam es noch dicker. Ein 33-jähriger Fahrgast rastete aus und schlug zu. Jetzt trafen sich die Männer vor Gericht wieder.

16.03.2016
Potsdam Streit um Gestaltung der Potsdamer Mitte - Mercure: Abrissgegner machen mobil

Derzeit wird ein Bürgerbegehren vorbereitet, dass sich dezidiert für den Erhalt des Hotels Mercure einsetzt. Die genaue Fragestellung ist noch nicht geklärt, dennoch will die Initiative „Potsdamer Mitte neu denken“ Abrissgegner nun motivieren, sich an einer Stadtwerkstatt zu beteiligen. Das Signal ist klar: Die Stadtverwaltung muss sich warm anziehen!

16.03.2016
Polizei Polizeibericht vom 16. März für Potsdam - Soko Grenze jagt Autodieb

Es gibt ein Blitzerfoto, was dafür spricht, dass es der Täter eilig hatte: Im Britzer Tunnel in Berlin ist ein mutmaßlicher Autodieb zu schnell gefahren. Der weiße Mazda, in dem er saß, war kurz zuvor am Stern in Potsdam gestohlen worden. Die Brandenburger Soko Grenze sucht den Mann und hat nun das Blitzerfoto zur Öffentlichkeitsfahndung veröffentlicht.

16.03.2016