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Hitler-Attentäter auf Schloss Marquardt

MDR dreht für Dokudrama-Reihe „Geschichte Mitteldeutschlands“ Hitler-Attentäter auf Schloss Marquardt

Ab 17. Juli strahlt der MDR vier neue Folgen, unter anderem „Die Attentäter: Wie tötet man Adolf Hitler?“, seiner Doku-Drama-Reihe „Geschichte Mitteldeutschlands“ aus. Szenen dafür werden noch bis Sonnabend auch auf dem wandelbaren Schloss Marquardt gedreht.

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Holger Handtke (l.) und Andreas Berg.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Marquardt. Vierzig Anschläge hat NS-Diktator Adolf Hitler überlebt – etliche scheiterten im Vorfeld oder es blieb beim Versuch. Dem Attentatsversuch von Wehrmachtsmilitärs am 13. März 1943 widmet sich eine Episode aus der Doku-Drama-Serie „Geschichte Mitteldeutschlands“. Szenen dafür dreht Regisseur Pepe Pippig momentan auf Schloss Marquardt. „Manchmal fehlten nur Sekunden zu einem erfolgreichen Anschlag – Millionen Menschen wäre Leid erspart geblieben“, sagte Pippig beim Settermin am Mittwoch. Das von Generalmajor Henning von Tresckow (Holger Handtke, 47, „Monuments Men“) und seinem Cousin, Offizier Fabian von Schlabrendorff (Andreas Berg, 41, „12 Thesen“), geplante Attentat sollte Hitler bei einem Besuch an der Ostfront 1943 in Smolensk treffen. Doch die Zünder des in seinem Flugzeug in Cognac-Flaschen versteckten Sprengstoffs versagten.

Gedreht wurde auch das Telefonat, in dem die beiden Militärs vom Scheitern des Anschlags erfahren. Im Gegensatz zu von Tresckow überlebte von Schlabrendorff (1907-1980) den Zweiten Weltkrieg und berichtete in seiner Autobiografie vom Attentatsversuch 1943. Das Buch habe Berg in Vorbereitung auf seine Rolle „in Auszügen“ gelesen, sein Eindruck: „Schlabrendorff war von Anfang an gegen die Nazis.“ Handtke müsse sich „einmal im Jahr“ für Film- und TV-Rollen eine Wehrmachtsuniform anziehen, weil diese „hochverdichtete“ NS-Zeit immer wieder behandelt werden müsse. „Die Attentäter: Wie tötet man Adolf Hitler?“ erzählt nicht nur vom Attentatsversuch, sondern insbesondere von den Schutzmechanismen, die den Tyrannen umgeben haben. „Darüber hat es bislang noch keinen Film gegeben“, sagte der verantwortliche MDR-Redakteur Frank Kutter. Wie sich Hitler geschützt habe? Unter anderem mit zwölf Leibwächtern, gepanzerten Limousinen, zu Festungen ausgebauten Hauptquartieren. Hitlers bester Schutz sei jedoch dessen „Unberechenbarkeit“ gewesen, so Kutter.

Neue Staffel im MDR ab 17. Juli

Szenen für die 18. Staffel der Doku-Drama-Reihe „Geschichte Mitteldeutschlands“ entstehen im wandelbaren Schloss Marquardt – ausgestattet von Szenenbildnerin Stefanie Probst. Die Folgen laufen ab 17.  Juli, sonntags um 20.15 Uhr, im MDR.

Die Episode „Lenin, die Deutschen und der Zarenmord“ spielt 1917, Lenins Arbeitszimmer in Zürich und im Kreml sind im Schloss nachgebaut. Von dem bei 1982 zwischen dem bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß und DDR-Devisenhändler Alexander Schalck-Golodkowski eingefädelten Milliardenkredit für die DDR handelt eine weitere Episode. In Marquardt entsteht ein Leipziger Hotelzimmer.

Für „Die Attentäter: Wie tötet man Adolf Hitler?“ kamen Requisiten aus dem Fundus von Studio Babelsberg zum Einsatz. Die Dreharbeiten dauern bis Sonnabend.

 

 

Von Ricarda Nowak

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