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Höhenwind im Abenteuerpark

Potsdam Höhenwind im Abenteuerpark

In bis zu zwölf Metern Höhe kann man im Abenteuerpark Potsdam klettern. Zwölf verschiedene Parcours laden ein.

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Quelle: julian stähle

Teltower Vorstadt. Wo gilt es Flohsprung, Elefantenpfoten oder Spinnennetz zu überwinden? Im Abenteuerpark Potsdam an der Albert-Einstein-Straße! Niedliche Namen tragen die Kletterelemente für Einsteiger, so niedlich sind auch die Höhen: In bis zu drei Metern kann man sich dort entlang hangeln. Auf zwölf verschiedenen Parcours’ in ein bis zu zwölf Metern Höhe kann man sich Höhenluft um die Nase wehen lassen. 2008 wurde der Abenteuerpark eröffnet und seither sukzessive mit neuen Parcours’ aus- und umgebaut, sagt Betriebsleiter Florian Bauer.

Wie viele Besucher pro Jahr im Abenteuerpark klettern, verrät Bauer nicht genau. Eine mittlere fünfstellige Zahl sei es: „Die Konkurrenz an Kletterwäldern ist größer geworden.“ Seinen Angaben zufolge kommen „90 Prozent“ der Gäste aus Berlin und Brandenburg – „eine Stunde Anfahrt im Radius“, sagt Bauer. Im Sommer klettern etliche ausländische Touristen, vorzugsweise aus den Niederlanden und aus Skandinavien. Die Umsatzzahlen haben sich „positiv entwickelt“, auch dank der „immer öfter“ gebuchten Teamevents im benachbarten Hochseilgarten.

Dass ein Sturm mal im Kletterwald wütete, muss Bauer nicht berichten. „Da ist mal ein Ast abgebrochen und das war’s dann auch.“ Zu Saisonbeginn im März kommt ohnehin jeweils ein Gutachter, der die Bäume auf ihre Gesundheit und Standfestigkeit untersucht. Auch Verletzungen bei den Kletterern, ausgekugelte Schultern etwa, müssen glücklicherweise selten beklagt werden. „Es ist bei uns nicht möglich, sich aus Versehen auszuhängen“ und abzustürzen, sagt Bauer. Dafür sorgt das durchlaufende doppelte Sicherungssystem.

Wesentlich öfter – nämlich bis zu 100 -mal in der Saison – müssen Besucher von den Ranger genannten Mitarbeiter gerettet werden. Weil sie plötzlich Höhenangst bekommen und sich zwischen den Bäumen nicht weiter getraut haben. Zunächst werden die Kletterer dann „verbal motiviert“, ihren Parcours fortzusetzen, erzählt Bauer. „Das klappt meist recht gut und inzwischen immer häufiger.“ Könne ein Gast partout nicht überredet werden, weiter zugehen, müsse ein Ranger hinauf und den unglücklichen Kletterer „richtig ablassen“.

Ohnehin seien die „ganz schweren Stellen“ mit frei schwingenden Elementen in den vergangenen Jahren entschärft worden,

Ans öffentliche Nahverkehrssystem angebunden ist der Abenteuerpark nicht. Kein Manko, wie Bauer überraschenderweise findet. Der Hauptbahnhof ist zehn Minuten entfernt, das sei zu Fuß gut schaffbar. Da sind die Klettergäste dann schon ein bisschen aufgewärmt, wenn sie den Flohsprung wagen wollen.

Von Ricarda Nowak

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