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Potsdam Hoffest zum Schuljahresbeginn
Lokales Potsdam Hoffest zum Schuljahresbeginn
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00:29 23.09.2015
Die Schüler Anouk Leeder (14), Martin Hoffman (14), Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), Sarha-Sonha Amtmann (14) und Mathilda Kaden (14, v.l.n.r.) bei der Eröffnungsfeier. Quelle: Friedrich Bungert
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Babelsberg

Nach zwei Jahren Grundsanierung der altehrwürdigen Gebäude des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums und der Goethe-Grundschule ist mit einem Hoffest am Sonnabend die offizielle Wiedereröffnung gefeiert worden. Acht Millionen Euro steckte die Stadt in den Schulcampus Babelsberg. Die Bauarbeiten fanden bei laufendem Schulbetrieb statt. Damit verbunden waren mehrere hausinterne Umzüge. „Ich hoffe, dass das Ende der Sanierung bei Schülern und Lehrern nicht zu großer Langeweile führt“, flachste Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) zum Festauftakt. Das ständige Räumchen-wechsle-dich sei „eine große Herausforderung“ für Kollegium und Schüler gewesen, sagte Astrid Thorak, Leiterin des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums.

290 Grundschüler besuchen den Schulcampus, dazu 500 Gymnasiasten. Es gibt 200 Hortplätze.

In den Klassenräumen wurden Böden erneuert, Wände sind gestrichen, neue Toiletten eingebaut. Auch die Heizungen wurden ausgetauscht. Künftig kann zentral gesteuert werden, wie lange jeder einzelne Raum geheizt werden muss. Dadurch kann die Klimabilanz verbessert werden. Gedämmt werden von außen können die denkmalgeschützten Gebäude nicht. Deshalb sind die Häuser auch nicht barrierefrei – und somit für Rollstuhlfahrer ungeeignet. Einen Außenlift zu installieren, sei sehr teuer und momentan zu kostspielig. „Erstmal war die Sanierung dran“, sagte Jakobs beim Rundgang durch Grundschule und Gymnasium. Problematisch ist nach wie vor die Essenversorgung. Ihr Mittag nehmen Grundschüler und Gymnasiasten gemeinsam im sogenannten Mittelgebäude ein. Künftig sollen die Großen in der Aula speisen, wenn dort Küchenbereich und Essenausgabe eingerichtet worden sind. Das soll „im Laufe des Schuljahres“ geschehen, so Astrid Thorak.

„Das sind die schönsten Schulen Potsdams“, schwärmte ein „Ehemaliger“. 1957 machte Hans-Horst Elß (76) im Beethoven-Gymnasium sein Abitur und erinnert sich: „Besonders dramatisch war die Toiletten-Situation. Auf einen Besuch haben wir möglichst verzichtet.“ Jetzt habe der Schulcampus eine „ganz neue Qualität“ erreicht: „So ein Umfeld trägt zur Lernmotivation bei.“ Die ehemaligen Beethoven- und Althoff-Schüler haben in den vergangenen zwei Jahren rund 14  000 Euro Spenden für eine Leinwand und einen Beamer gesammelt. Schon ab November sollen erste Veranstaltungen in der Aula des Gymnasiums stattfinden. Wiederbelebt werden soll das vor der Sanierung gestartete Schulradio – „wenn wir die Anlage dafür endlich gefunden haben“, verriet Astrid Thorak. Denn die Technik versteckt sich noch in Umzugskisten.

Ein Besucher fand filmreife Ähnlichkeiten: „Die Schulen sehen aus wie in ,Harry Potter’ – toll.“

Von Ricarda Nowak

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