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Hoffnungsloser Kampf gegen Schleichwege

Verkehr in Potsdam Hoffnungsloser Kampf gegen Schleichwege

Im Kampf gegen Schleichwege in der Innenstadt verfolgen Anwohner der Bertha-von-Suttner-Straße verschiedene Ansätze. Eine für alle zufriedenstellende Lösung ist aber nicht in Sicht.

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Quelle: Friedrich Bungert

Nauener Vorstadt. Berend Diekmann und Ulrich Rosenau wohnen seit Langem in der Bertha-von-Suttner-Straße. Der eine auf der rechten Straßenseite, der andere auf der linken. Nahezu direkt gegenüber. Beide sind, wie die meisten Anwohner auch, vom sogenannten Schleichverkehr genervt. Dieser hat ihre Straße heimgesucht, seitdem Ex-Baudezernent Matthias Klipp (Grüne) am Ende der Friedrich-Ebert-Straße das Linksabbiegen in die Kurfürstenstraße verbieten ließ.

Seither schleichen eilige Autofahrer, die vom Potsdamer Westen Richtung Osten und den Dauerstau in der Alleestraße und Am Neuen Garten vermeiden wollen, durch Diekmanns und Rosenaus Straße. In der Hoffnung, Zeit zu sparen, schlängeln sich die ortskundigen Pkw-Piloten über die Helene-Lange- und die Friedrich-Ebert-Straße hinüber in die Eisenhartstraße, biegen rechts in die Von-Suttner-Straße ab, hoppeln in die Hebbel- und dann in die Behlertstraße. Und schon ist der Dauerstau umfahren. Das soll sich ändern, die Schleichwege in der Innenstadt sollen nach dem Willen der Stadtverordneten geschlossen werden. Aber wie? Die Stadt hat die Situation untersucht und – wie berichtet – auf einer Einwohnerversammlung vier von 21 in Frage stehende Maßnahmen vorgestellt. Hinterher war niemand glücklich. Denn des einen Freud, sprich Verkehrsberuhigung, war des anderen Leid, sprich Verkehrszunahme. Die Bürgerinitiative „Ruhe im Kiez“ sagt: „Keiner soll auf Kosten des anderen profitieren.“

Ein Königsweg ist indes nicht in Sicht. Auch Diekmann und Rosenau verfolgen zwar das selbe Ziel in ihrem Kiez. Sie würden das Verkehrsproblem jedoch unterschiedlich angehen. „Ich bin für ein Linksabbiegeverbot von der Ebert- in die Behlertstraße und setzte darauf, dass es auch eingehalten wird“, sagt Diekmann. „Das Schild wird von vielen Autofahrern ignoriert“, prophezeit Rosenau. Eine Argumentation, die die Stadtverwaltung teilt, weshalb sie die Variante des Fahrtrichtungsgebots geradeaus zum Ärger vieler Anwohner gar nicht erst in Erwägung gezogen und präsentiert hat. Rosenau ist wiederum wie die Verwaltung dafür, die Bertha von Suttner-Straße in eine Einbahnstraße, die von Ost nach West führt, umzuwandeln. „Dann wäre der Schleichweg unterbrochen.“ Kehrseite der Medaille: Das Verkehrsaufkommen in der Eisenhartstraße würde zunehmen, da die dort lebenden Anwohner diese nutzen müssten, wollen sie Richtung Humboldtbrücke fahren.

Auch im Bauausschuss, der sich mit dem Thema Schleichwege befasst hat, wurde bisher keine Lösung gefunden. Diekmann und Rosenau haben dort noch einmal ihre Sicht der Dinge dargelegt. Nun müssen sie abwarten.

» Siehe auch: „Potsdamer vom Durchgangsverkehr genervt: Anwohnerinitiative in der südlichen Nauener Vorstadt gegründet – Slogan: „Ruhe im Kiez! Schluss mit dem Durchgangsverkehr durch das Wohngebiet.“ Die Bürger sind empört, dass immer mehr Autofahrer den Stau auf der Alleestraße/Am Neuen Garten umfahren wollen.“

Von Jens Trommer

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