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Horrornächte: Jetzt sind die Zombies los

Filmpark Babelsberg Horrornächte: Jetzt sind die Zombies los

Aufgepasst, jetzt wird's gruselig! Samstag starten zum sechsten Mal im Filmpark Babelsberg die Horrornächte. An fünf Abenden verwandelt sich das Gelände an der Potsdamer Großbeerenstraße in einen veritablen Ort des Schreckens. Wir haben schon vorher einen Zombie getroffen und erfahren, warum nach dem Erschrecken manchmal das große Trösten beginnt.

Als Zombie lustwandelt Jonas Wolbert bei den am Sonnabend startenden Horrornächten im Filmpark Babelsberg.
 

Quelle: julian stähle

Babelsberg.  Sind die Nächte im Schocktober kalt, tragen selbst Zombies Thermounterwäsche. „Und die Besucher sind mit Windeln gut bedient“, sagt Jonas Wolbert spitzbübisch. Am Sonnabend verwandelt sich der freundliche Blondschopf mit dem Dali-Bärtchen wieder in einen bluttriefenden Untoten. Dann starten die Horrornächte im Filmpark Babelsberg, zum nunmehr sechsten Mal. Mehr als 200 gruselige Gestalten lustwandeln an fünf Abenden im Schocktober über das Gelände an der Großbeerenstraße. Es ist das inzwischen größte Horror-Spektakel im norddeutschen Raum.

Zombies, Monster, Mutanten: Das Grauen ist überall und niemand kann ihm entrinnen. In den Horrornächten im Filmpark Babelsberg geht’s ab Sonnabend wieder schön schaurig zu. Als kleinen Vorgeschmack haben wir die schönsten Bilder vom letzten Jahr zusammengestellt. Aber Vorsicht: Hoher Angstfaktor!

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Kein Erschrecker – sondern ein „Scare Actor“

 Seit 2013 tummelt sich der 23-Jährige auf der „Street of Blood“ zusammen mit Monstern, Mutanten, Hexen, Clowns und Vampiren. Ihr Ziel: Besucher das Blut in den Adern gefrieren lassen! Eine Freundin hatte dem jungen Mann von den Horrornächten begeistert berichtet. Als Wolbert seine Erschreckerkollegen – ein „Haufen durchgeknallter, schamloser Freaks“ – traf, wusste er: „Das will ich auch!“ Als Erschrecker mag sich der passionierte Zauberer Wolbert ungern bezeichnen lassen: „Das klingt so nach Geisterbahn.“ Er sei ein „Scare Actor“. Wie man am schönsten, eindrucksvollsten untot durch die Gegend torkelt, hat sich der Zombiefilm-Fan einfach von seinen Vorbildern abgeguckt: Von George A. Romeros Zombie-Klassiker „Night of the Living Dead“ bis zu neueren Produktionen wie „Zombex – Walking of the Dead“ hat sich Wolbert Zombie-Filme reingezogen – mindestens 100 Stück, viele davon mehrfach. Sein erster Horrorfilm war mit 14 „Friedhof der Kuscheltiere“. Eben jene Stephen-King-Adaption habe seine Mutter damals geguckt, als sie mit Jonas schwanger war. Eine Prägung auf Grusel also im Mutterleib. Doch es gibt Grenzen: Verkraften Horrornacht-Besucher den Grusel nicht und beginnen zu weinen, tritt Wolbert aus seiner Zombie-Rolle heraus: „Ich habe immer Bonbons oder Schoki in der Tasche.“ Nach dem großen Erschrecken das große Trösten.

Der Bart lässt  spitzbübische Abgründe erahnen, ansonsten kommt der Potsdamer Jonas Wolbert brav daher

Der Bart lässt spitzbübische Abgründe erahnen, ansonsten kommt der Potsdamer Jonas Wolbert brav daher.

Quelle: MAZ

Wenn sich der Potsdamer mal nicht mit Untoten umgibt, dann studiert er: Linguistik im dritten Semester an der Uni Potsdam. „Ich bin ein Grammatik-Freak, mag den Umgang mit Sprache.“ Und ja, vielleicht schreibt Wolbert seine Bachelor-Arbeit über den „Satzbau bei Zombies“. Sehr lebendig dagegen klingt sein Berufswunsch: Wolbert will nach dem Studium Radiomoderator werden.

Wohliges Gruseln

Zum sechsten Mal laden die Horrornächte zum wohligen Gruseln in den Filmpark Babelsberg ein. Los geht’s am Sonnabend um 18 Uhr, weiter am 23. Oktober. Eintritt ab 16 Jahre. Jüngere Besucher in Begleitung Erwachsener.

Die folgenden Termine: 24., 30. und 31. Oktober – zusätzlich werden ab 22 Uhr das Erlebnisrestaurant „Prinz Eisenherz“ und die Metropolis-Halle jeweils zur Partyzone.

 

Von Ricarda Nowak

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