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Hotels und Gaststätten auf Bewerbersuche

Potsdam Hotels und Gaststätten auf Bewerbersuche

Das Gastgewerbe hat bei Ausbildungssuchenden nicht den besten Ruf. Immerhin ist das Arbeiten an Wochenenden und Feiertagen oft Pflicht. Beim 6. Azubi-Tag der Dehoga Brandenburg konnten sich Schülerinnen und Schüler am Dienstag selbst ein Bild von der Branche machen und mit Azubis und ausgelernten Fachkräften ins Gespräch kommen.

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Auch Cocktails mixen kann zu einer Ausbildung in der Hotel- und Gaststättenbranche gehören.

Quelle: Friedrich Bungert

Jägervorstadt. Die Bundesagentur für Arbeit bescheinigt im Land Brandenburg zwar ausschließlich technischen Berufen und der Gesundheits- und Pflegebranche offiziell einen Mangel an Fachkräften. Aber auch viele Betriebe im Bereich der Gastronomie und Hotellerie fühlen sich betroffen. Mehr als 200 freie Stellen in den drei großen Berufen der Branche Koch/Köchin, Restaurantfachmann/-frau und Hotelfachmann/-frau sind derzeit in Potsdam und Umgebung bei der Arbeitsagentur gemeldet.

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Hinzu kommen fast 60 freie Lehrstellen in der Branche. Damit von diesen Lehrstellen möglichst wenige unbesetzt bleiben, organisiert der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) im Land Brandenburg regelmäßig einen Azubi-Tag für Interessierte. Am Dienstag fand er bereits zum sechsten Mal statt.

Erfahrungen aus erster Hand

Schülerinnen und Schüler erhielten bei der Ausbildungsmesse die Chance, mit Azubis und ausgelernten Fachkräften ins Gespräch zu kommen und Erfahrungswerte aus erster Hand zu hören. Vor Ort bot sich bei einer Hausführung durch das Dorint Hotel aber auch die Möglichkeit, den ersten von vielen Ausbildungsbetrieben in Potsdam schon einmal kennenzulernen.

„Wir würden gern mehr junge Menschen ausbilden“, sagt Hoteldirektorin Bettina Schütt. Aktuell werden in dem Potsdamer Hotel vier Lehrlinge als Koch, Hotel- oder Restaurantfachkraft ausgebildet. Ziel sei es jedoch, jährlich drei neue Ausbildungsverträge zu schließen.

Defizite beim logischen Denken und Leseverstehen

Der Knackpunkt bei der Nachwuchssuche sind für die meisten Unternehmen nicht fehlende Bewerbungen – auch wenn die Anzahl in den letzten Jahren zurück gegangen ist und sich nicht mehr wie einst zehn oder mehr Jugendliche um eine Lehrstelle bewerben.„Es mangelt an der Qualität der Bewerber“, erklärt Christin Geyer, Veranstaltungsleiterin beim Inselhotel Hermannswerder.

Dort können sich Bewerber mit einem vielversprechenden Lebenslauf bei einem Probearbeitstag beweisen. Besonders die häufigen Defizite im logischen Denken verringern die Anzahl potenzieller Auszubildender. Auch am Leseverstehen hapert es oft.

Kein Bock auf Schichtarbeit?

Dorint-Chefin Bettina Schütt hat eine Vermutung, was die geeigneten Bewerber abschrecken könnte: Schichtarbeit. Denn dem Gastgewerbe eilt sein Ruf voraus.„Es ist klar, dass man in unserer Branche auch mal am Wochenende arbeiten muss“, gibt sie zu. Jugendliche, aber auch die Eltern, seien jedoch generell nicht genügend über die Ausbildungsberufe im Hotel- und Gaststättengewerbe informiert. „Es gibt bei uns Tarifverträge“, erklärt Schütt, „an die gesetzlichen Arbeitszeiten halten wir uns, und so schlecht ist es ja nicht, einen Tag unter der Woche freizuhaben.“

Mehr als zehn Hotels und weitere Gaststätten informierten am Dienstag über ihr Ausbildungsangebot

Mehr als zehn Hotels und weitere Gaststätten informierten am Dienstag über ihr Ausbildungsangebot.

Quelle: Friedrich Bungert

Schütt und zehn weitere Hotelchefs nutzten am Dienstag die Möglichkeit, in persönlichen Gesprächen die Vorurteile der Jugendlichen gegenüber der Arbeit im Hotel- und Gaststättengewerbe abzubauen. Mit frisch gemixten Cocktails, Gewinnspielen und einem Ernährungsquiz buhlten die Ausbildungsbetriebe um die Gunst der Schülerinnen und Schüler. Eltern können bei anderen Veranstaltungen wie den Informationsabenden der IHK mehr über die Ausbildung in der Branche erfahren.

Von Victoria Barnack

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