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Humboldt-Gymnasium: Besuch bei den fröhlichen Rammlern

Sommer-Schultour Humboldt-Gymnasium: Besuch bei den fröhlichen Rammlern

Die Schultour des Oberbürgermeisters am Dienstag führte zum fast fertigen Campus Kurfürstenstraße und an die Heinrich-Mann-Allee, wo sich der Einzug wegen der extrem aufwendigen Sanierung um ein Vierteljahr verschieben wird: von September auf Jahresende. Momentan wird noch kräftig gebaut in dem historischen Gebäude aus den 1920er Jahren. Highlight beim OB-Rundgang waren die „tierisch“ guten Fliesen.

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Wie süß: Happy Bunnies auf den Säulen von 1928..

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Hurra, hurra, die Schule pennt? Mitnichten. Im Humboldt-Gymnasium an der Heinrich-Mann-Allee und auf dem Campus Kurfürstenstraße in der Innenstadt laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) machte am Dienstag mit Bernd Richter, Chef des Kommunalen Immobilien Service (KIS), und mit Petra Rademacher, Leiterin des Fachbereichs Bildung und Sport, eine Besichtigungstour zu beiden Standorten. Hier ein Überblick:

Wie tierlieb ist das Humboldt-Gymnasium?

Der Hingucker des Rundgangs waren die Fliesen an den Säulen in den Fluren. Sie zeigen niedliche Tierdarstellungen: Eichhörnchen, Vögel – und zwei Karnickel in eindeutig zweideutiger Stellung. Was sich wohl die Erbauer des Gebäudes, das 1928 von Landesbaurat Lang als Schule für die Brandenburgische Landesanstalt errichtet wurde, dabei gedacht haben? Handelte es sich um Anschauungsmaterial für den Bio-Unterricht? Egal. Gesichert ist hingegen, dass die Bauarbeiter bei der Sanierung des Altbaus tierisch viel zu tun hatten. Kostenpunkt der Arbeiten: 3,6 Millionen Euro.

Wann ist der Altbau des Humboldt-Gymnasiums bezugsfertig?

Seit September 2015 läuft die energetische und Brandschutz-Sanierung des Altbaus. Statt im September 2016 – wie angepeilt– kann das Gebäude aber erst zum Jahresende bezogen werden. Grund sind unvorhergesehene Verzögerungen, etwa durch die fast komplette Estrich-Erneuerung, die Schwammsanierung und die Neueindeckung des Schieferdaches. Heißt: Die Schüler müssen im Neubau bis Jahresende etwas enger zusammenrücken. Die Schulleitung um Direktorin Carola Gnadt und die Verwaltung müssen auch noch in der Baracke vor der Schule ausharren. Am Ende wird sich die Mühe gelohnt haben. Besonders für die 700  Schüler. „Dann können wir uns endlich so ausbreiten, wie es die Vorschriften verlangen“, schwärmte die Schulleiterin. Bislang mussten sich oft 26 Kinder einen 36-Quadratmeter-Raum teilen. Gut zu wissen: Laut Vorschrift steht jedem Schüler 1,7 Quadratmeter Nettofläche zu, also ohne Möbel und ohne die Verkehrsfläche des Lehrers vor der Tafel.



Bauarbeiten am Potsdamer Humboldt-Gymnasium, hier Polier Thomas Hanke (48) von der Berliner Firma Günnel

Bauarbeiten am Potsdamer Humboldt-Gymnasium, hier Polier Thomas Hanke (48) von der Berliner Firma Günnel

Quelle: Bernd Gartenschläger

Wann ist das Comeback des Campus Kurfürstenstraße?

Bald. Ab dem kommenden Schuljahr werden das Helmholtz-Gymnasium und die Eisenhart-Grundschule, die aus dem Exil am Ausweichstandort Gutenbergstraße zurückkehrt, wieder gemeinsam Seite an Seite den Unterricht aufnehmen. Im Haupthaus des Helmholtz-Gymnasiums liegt man mit den Arbeiten in den letzten Zügen. Architekt Wolfhardt Focke führte durch die supermodernen Fach-Kabinette, die mit den Chemie-Versuchen aus dem Kultfilm „Feuerzangenbowle“ rein gar nichts mehr gemein haben. Die Aula mit den Kronleuchtern – nun mit Elektromotor statt mit Handzug betrieben – wird auch bald wieder wie neu. Hier gab es Schadstoff- und Schwammprobleme Außerdem sorgt jetzt ein Lift für Barrierefreiheit. 14,5 Millionen Euro kostet die Sanierung des Gymnasiums, an dem 730 Schüler lernen.

OB Jann Jakobs (SPD, Mitte) vor dem Humboldt-Gymnasium

OB Jann Jakobs (SPD, Mitte) vor dem Humboldt-Gymnasium.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Warum war die Helmholtz-Sanierung lange ein Sorgenkind?

Im Mai 2015 wurde durch den KIS festgestellt, dass die Schadstoffsanierung nur unvollständig durchgeführt wurde. Auch der neu verlegte Estrich war stark mangelhaft Dies führte zur Kündigung des Generalplaners. Zu den verursachten Mehrkosten sagte KIS-Chef Richter gestern, diese müssten „vom Verursacher getragen werden“. Die Sache könnte zu einem Fall für die Gerichte werden.

Was passiert mit dem Ausweichquartier der Eisenhart-Schule?

Künftig wird es am Standort Ecke Hebbel- und Gutenbergstraße keinen Schulbetrieb mehr geben. Richter: „Wir bemühen uns, eine Drittnutzung zu finden.“ Der KIS hat ein Erbbaurecht an dem Gebäude, das sich im Eigentum einer norddeutschen Erbengemeinschaft befindet.

Von Ildiko Röd

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