Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -1 ° wolkig

Navigation:
„Ich bin Maler und mache Licht“

Erste Sonderschau des Fördervereins im neuen Potsdam-Museum / Patenschaftskatalog für Dauerausstellung zur Stadtgeschichte „Ich bin Maler und mache Licht“

Der Förderverein des Potsdam-Museums stellt in seiner ersten Ausstellung im neuen Museumsdomizil am Alten Markt den Künstler und Film-Szenenbildner Georg Wratsch (1928–2006) vor.

Die Ausstellung „Ich bin Maler und mache Licht“ soll vom 7. Februar bis 17. März im Alten Rathaus zu sehen sein. Damit werde zum ersten Mal ein Einblick in das malerische Lebenswerk des DDR-Künstlers geboten. In der Ausstellung werden auch Szenenbild-Entwürfe als Leihgaben des Filmmuseums gezeigt.

Der gelernte Schäfer Georg Wratsch studierte von 1950 bis 1958 an der Fachschule für angewandte Kunst in Wismar und an der Kunsthochschule Dresden Malerei. Danach wurde er bei der Defa als Mitarbeiter für Bauausführungen eingestellt und arbeitete von 1966 bis 1990 als Szenenbildner.

Für 2012 zog der Förderverein eine positive Bilanz. So habe man neben anderen privaten Schenkungen den schriftlichen und fotografischen Nachlass von Hans Karl Fritzsche (1914–1999) übernommen, der als Ordonnanzoffizier von Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg zu den Verschwörern des gescheiterten Hitler-Attentats vom 20. Juli 1944 zählte und später persönlicher Referent von Bundestagspräsident Eugen Gerstenmaier (CDU) war.

Mit mehr als 40 000 Euro Einnahmen aus Spenden und Fördermitteln seien 2012 wichtige Restaurierungsprojekte des Museums unterstützt werden, darunter das früher am Hotel zum Einsiedler angebrachte Benckertsche Hauszeichen und eine Gedenktafel für Generalmajor Friedrich Wilhelm von Rohdich aus dem 18. Jahrhundert, die noch bis zum 20. Januar in der Sonderausstellung „Friedrich und Potsdam – Die Erfindung (s)einer Stadt“ zu sehen sind.

Zusätzlich zur Unterstützung von Restaurierungsarbeiten wurden durch den Förderverein wichtige Ankäufe für die Sammlung finanziert, die ab Herbst 2013 im Rahmen der neuen Dauerausstellung des Potsdam-Museums zur Stadtgeschichte gezeigt wird. Dazu zählen das Porträt der Enkelin des berühmten Chemikers Justus von Liebig, Johanna Thiersch, die 1885 den späteren Schulleiter des Potsdamer Viktoriagymnasiums (heute Helmholtz-Gymnasium) Hermann Rassow heiratete. Johanna Rassow (1861–1957) ließ sich im Jahr 1924 von Heinrich Basedow d.J. porträtieren.

Weitere wertvolle Neuerwerbungen gelangen nach Angaben des Vereins mit dem Ankauf eines historischen Teleobjektivs nach dem Patent des Potsdamers Adolf Miethe sowie einem Stollwerck-Schokoladen-Sammelalbum mit Potsdam-Aufnahmen nach dem von Miethe entwickelten System der Dreifarbenfotografie.

Im Mittelpunkt des Jahres 2013 steht eine Spendensammlung zur Restaurierung weiterer Sammlungsobjekte für geplante Dauerausstellung. Dafür plane der Verein objektbezogene Patenschaften; der Katalog dazu soll zum Ende des Winters vorgestellt werden. (Von Volker Oelschläger)

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
dfdbc0d4-af48-11e7-b225-97bf4e5da6db
Potsdam – damals und heute

Zeitreise durch Potsdam: Anhand von historischen und aktuellen Aufnahmen zeigt die MAZ, wie sich die Stadt Potsdam verändert hat – und was wieder aufgebaut wurde. Besuchen Sie mit Klick durch die Galerie Potsdams markante Ecken – damals und heute.

Die Karikaturen des Potsdamers Hafemeister

Jörg Hafemeister karikiert seit Jahren die Potsdamer Lokalpolitik. Nun hat er immer mittwochs seinen festen Platz im Potsdamer Stadtkurier. Wir zeigen an dieser Stelle alle Karikaturen.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg