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„Ich bin froh, dass ihr glücklich seid“

Schottin findet Flaschenpost von Kindern aus Potsdam „Ich bin froh, dass ihr glücklich seid“

Diese Geschichte wird weibliche Kinofans an „Message in a Bottle“ mit Kevin Costner erinnern. Unsere Helden heißen Eva (5) und Leo (8) Grünwald. Und ihnen war langweilig.

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Stolz: Eva und Leo Grünwald mit dem Brief aus Schottland.

Quelle: Marcel Jarjour

POTSDAM. Denn: Nicht jede Seefahrt ist lustig. Ihre Minikreuzfahrt Anfang Februar nach Oslo fanden die Geschwister aus Babelsberg ziemlich öde. „Wir haben den Kindern Blätter und Stifte zum Malen gegeben, damit sie beschäftigt sind“, erzählt Vater Frank Grünwald. Auf der Fährfahrt zurück nach Kiel kam den beiden plötzlich die Idee: eine Flaschenpost. Gesagt, getan. Unterwegs warf die Familie zwei Saftflaschen in die kalte, stürmische Nordsee. Die Vier hatten allerdings keine große Hoffnung, dass die beiden Briefe und Bilder jemals irgendwo anlanden. „Wir hätten nie damit gerechnet, dass wir eine Antwort erhalten. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Flaschen, falls sie tatsächlich irgendwo stranden, dann auch noch aufgestöbert werden, ist schon sehr gering“, sagt Grünwald mit funkelnden Augen.

Wer hat nicht schon mal davon geträumt eine Flaschenpost zu finden? Just am Mittwoch trudelte ein Brief aus Schottland ein. Genauer gesagt aus dem schönen Örtchen Leven Beach nördlich von Edinburgh – mehr als 1000 Kilometer von Potsdam entfernt. Eine Frau aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Leven hatte die Flaschenpost mit dem Kunstwerk der kleinen Eva gefunden. Angela Doonan heißt die Frau und ist 47 Jahre alt. „Ich war mit meinem Hund Louis am 27. März am Strand spazieren und habe die Flasche mit eurem wunderschönen Bild aus dem Sand gezogen“, schreibt die zweifache Mutter. „Ich bin froh darüber, dass ich sie mit nach Hause genommen habe“, heißt es im Brief weiter.

Das Papier, auf dem die Kinder ihre Nachricht verfasst hatten, erkannte die Schottin gleich wieder. Es stammt aus einem Hotel. „Dort übernachtet immer mein Mann John, wenn er beruflich in Oslo zu tun hat“, schreibt Angela Doonan.

Familie Grünwald will den neuen zufälligen Kontakt aufrechterhalten und in den nächsten Tagen eine Antwort verfassen. „Wir haben zwei Flaschen ins Meer geworfen, davon haben wir eine Antwort erhalten. Eine gute Quote“, findet Vater Frank. Nun hofft auch Sohn Leo, dass seine Flaschenpost auch an einem Strand dieser Welt gefunden wird. „Vielleicht in Amerika“, sagt er.

Der erste Draht nach Schottland steht. Ab jetzt heißt es Briefe schreiben. Das Bild von Töchterchen Eva hängt übrigens am Kühlschrank der Finderin, die ihre Freude über den Brief nicht verstecken wollte. „Ich bin froh, dass ihr glücklich seid. Und ihr habt mich glücklicher gemacht“, schreibt sie liebevoll am Ende des Briefs. Es könnte der Beginn einer guten Freundschaft sein. (Von Marcel Jarjour)

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