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„Ich ziehe den Hut vor den Mitarbeitern“

MAZ-Weihnachtsaktion „Ich ziehe den Hut vor den Mitarbeitern“

Lars Weber, Chef des Reha-Zentrums Teltow, würdigt das Babelsberger Oberlinhaus für die Arbeit mit Taubblinden und spendet 250 Euro für die MAZ-Weihnachtsaktion. Mit dem von Bürgern und Firmen gespendeten Geld können eine spezielle Rollstuhlschaukel angeschafft und der Sinnesgarten zum Tasten und Fühlen komplettiert werden.

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Reha-Zentrums-Chef Lars Weber mit der leitenden Sporttherapeutin Jessica Lang.

Quelle: Claudia Krause

Teltow. Babelsberg ist seit jeher im Bewusstsein der Potsdamer mit dem Oberlinhaus verbunden. Das sieht auch Lars Weber so. Der heute 52-Jährige gehört zu jenen, die im damaligen städtischen Krankenhaus auf dem Oberlin-Gelände geboren wurden und immer wieder die Betreuer mit den behinderten Menschen durch den Stadtteil haben laufen oder im Rollstuhl fahren sehen.

Heute ist der Mann Chef des Reha-Zentrums Teltow und zieht den Hut vor denen, „die Tag für Tag mit den Taubblinden arbeiten“. Deshalb war Weber auch sofort bereit, die MAZ-Weihnachtsaktion für die Rollstuhlschaukel und den Sinnesgarten zu unterstützen. Da spielt es auch keine Rolle, dass sein Unternehmen und das Oberlinhaus auf dem Wirtschaftsmarkt der Rehabilitationsanbieter Konkurrenten sind. Mit gehandicapten Menschen haben auch Weber und sein etwa 50-köpfiges Team, darunter Ärzte, Psychologen, Physio- und -ergotherapeuten, Mitarbeiter in Pflege, Service und Verwaltung zu tun, wenn Patienten nach einer Operation eine orthopädische Rehabilitation benötigen. Pro Tag kämen 40 bis 50 Reha-Patienten und über 100 Gäste aus unterschiedlichen Gründen – zur Prävention, Physio- und Ergotherapie oder zur Reha-Nachsorge. Manchmal kämen einige Schwerbehinderte in die Ritterstraße.

Dort hatte der Sportwissenschaftler, Sporttherapeut und Betriebswirtschaftler 1997 das Reha-Zentrum mit fünf Mitarbeitern eröffnet. Inzwischen platzt es aus allen Nähten und die größte Herausforderung ist der Neubau an der Oderstraße (MAZ berichtete). In der letzten Mai-Woche soll umgezogen werden, damit am 3. Juni 2016 die feierliche Eröffnung stattfinden kann. Das Haus wird größer, übersichtlicher und hat ein Bewegungsbad. Auch in Frankfurt/Oder bekommt das Ambulante Rehabilitationszentrum Reha-Nord, das Weber 2009 vor der Insolvenz gerettet hat, gerade neue Räume, die die Stadt bauen bzw. sanieren lässt und an Weber vermietet. Dort arbeiten 30 Beschäftigte.

Von Claudia Krause

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