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Potsdam Ideologische Schlacht um Garnisonkirche
Lokales Potsdam Ideologische Schlacht um Garnisonkirche
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18:38 31.10.2016
Garnisonkirche in Potsdam auf Gemälde des 19. Jahrhunderts. Quelle: akg
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Potsdam

Im Streit um den Wiederaufbau der Garnisonkirche hat sich jetzt auch die brandenburgische AfD zu Wort gemeldet. Sie widerspricht der Linkspartei, die sich in einem Antrag im Bundestag dagegen ausgesprochen hatte, den Wiederaufbau der Kirche auch mit Bundesmitteln zu finanzieren.

AfD: „Garnisonkirche aus Geschichte nicht wegzudenken“

„Selbstverständlich muss sich der Bund finanziell am Wiederaufbau dieses bedeutenden Bauwerks beteiligen, das aus der Geschichte des Landes Brandenburg nicht wegzudenken ist“, sagt der stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende Andreas Kalbitz.

Linke: „Verhängnisvolles Symbol“

Die Bundes-Linke hatte die Garnisonkirche in dem Antrag als „Symbol der verhängnisvollen preußisch-deutschen Geschichte“ und der „Verknüpfung von Staat, Kirche und Militär“ bezeichnet. Deshalb solle die in Aussicht gestellte Bundesförderung von zwölf Millionen Euro zurückgezogen werden.

AfD: „Ideologische Beißreflexe“

„Es ist immer wieder unfassbar, wie das linke Lager mit ideologischen Beißreflexen versucht, die Garnisonkirche zu diskreditieren, die eine beinahe 300-jährigen Geschichte hat“, setzt nun AfD-Vize Kablitz dagegen. „Die Linkspartei begibt sich erneut in eine geistige Traditionslinie mit dem SED-Staat, der die Ruine der Kirche als vermeintliches Symbol für den preußischen Militarismus sprengen ließ.“

Die auf Anordnung von Friedrich Wilhelm I. errichtete Hof- und Militärkirche gehöre zur historischen und architektonischen Identität der Stadt, so Kalbitz: „Nur weil die Garnisonkirche von den Nationalsozialisten instrumentalisiert und dann von der SED verteufelt wurde, sollten wir uns nicht danach richten. Denn die Deutungshoheit über die Garnisonkirche dürfen wir doch nicht ausgerechnet den Nationalsozialisten und den Kommunisten überlassen.“

Stiftung: „In keiner Weise auf Linie der AfD“

Wieland Eschenburg, Sprecher der Stiftung Garnisonkirche, bezweifelt allerdings, dass sich die AfD bislang mit dem Projekt ernsthaft befasst hat. „Sonst hätte diese Partei bemerkt, dass wir in keiner Weise ihrer Linie entsprechen.“ Eschenburg stellte klar, dass die Wiederaufbau-Stiftung „in Fragen der Flüchtlingspolitik und der europäischen Verantwortung für Frieden und Versöhnung“ eintrete. Dies seien „Grundüberzeugungen, mit denen die Haltung der AfD absolut unvereinbar“ sei, so der Stiftungssprecher.

Von MAZ online

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