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Illegal auf motorisiertem Einrad

Polizeibericht für Potsdam vom 13. Juli Illegal auf motorisiertem Einrad

Manchmal hilft ein Blick in die Gebrauchsanweisung neuer technischer Spielzeuge, um sich gehörigen Ärger zu ersparen. Das musste ein Potsdamer jetzt erfahren, der mit einem motorisierten Einrad durch die Stadt kurvte.

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Auf dem Monowheel.

Quelle: promo

Innenstadt. Vor Inbetriebnahme eines Sport- oder Fahrgerätes sollte man einen Blick in die Bedienungsanleitung werfen. Das empfiehlt die Potsdamer Polizei aus gegebenem Anlass. Am Dienstagnachmittag hatten Beamte einen 26-jährigen Potsdamer gestoppt. Er düste mit einem „Ninbot one“, einem motorisierten Einrad, durch die Touristengruppen Am Alten Markt. Was er offenbar nicht wusste: Mit solchen elektrisch betriebenen Monowheels darf man bislang gar nicht auf öffentlichen Straßen und Plätzen unterwegs sein. Die Polizisten klärten den Mann auf: Weil Monowheels konstruktionsbedingt weder die Vorschriften der Straßenverkehrsordnung noch die der Zulassungsordnung für Sitz, Bremsen, Lenkung und Beleuchtung erfüllen, dürfen diese elektrischen Einräder nur auf abgegrenzten nichtöffentlichen Flächen benutzt werden.

Verstoß gegen die Versicherungspflicht

Außerdem gilt: Sollte ein elektrisches Fahrzeug bauartbedingt schneller als 6 Kilometer pro Stunde fahren, braucht man eine Pflichtversicherung. Das Problem: Aktuell bietet keine Versicherung eine solche Absicherung an. Wer das Monowheel im öffentlichen Verkehr benutzt, macht sich also strafbar nach Pflichtversicherungsgesetz. Alle Schäden, die man mit dem Einrad verursacht, sind auch generell nicht von der privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt, müssen also vom Nutzer selbst getragen werden.

Zusätzlich muss man eine Fahrerlaubnis der Klasse B haben, um ein solches Fahrzeug führen zu dürfen.

Laut Polizei hat sich der 26-Jährige einsichtig gezeigt. Genutzt hat es ihm nicht: Ein Strafverfahren ist eingeleitet.

Von MAZ-online

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