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Potsdam Im Rathaus fehlt ein Drittel des IT-Personals
Lokales Potsdam Im Rathaus fehlt ein Drittel des IT-Personals
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17:26 17.04.2019
Das Potsdamer Rathaus in schwerem Neobarock – die Wandlung zur modernen Verwaltung ist äußerlich nur schwer erkennbar. Quelle: Peter Degener
Potsdam

Jede dritte Personalstelle im IT-Bereich der Stadtverwaltung ist derzeit unbesetzt. Nur 42 von 61 Personalstellen im Fachbereich „E-Government“ werden gerade regulär ausgefüllt. Für 13 Stellen läuft das Besetzungsverfahren, vier Stellen wurden mehrfach erfolglos ausgeschrieben, zwei werden kommissarisch geführt. Das geht aus einer Kleinen Anfrage des Stadtverordneten Clemens Viehrig (CDU) hervor.

Demnach blieben bei zwei Positionen für Systemadministratoren schon vier Ausschreibungen erfolglos – „auch mit Benennung der möglichen Zahlung einer IT-Zulage“, so die Verwaltung. Die Zulage von bis zu 1000 Euro brutto für maximal zehn Jahre soll als besonderer Anreiz fungieren. Auch nur eine von drei Projektleiterstellen konnte bislang besetzt werden.

Keine Onlinebewerbung im Rathaus möglich

Clemens Viehrig bemängelt in Reaktion auf die Beantwortung seiner Anfrage vor allem das Bewerbungsverfahren: „Es verwundert nicht, dass die Digitalisierung im Rathaus langsam vorangeht, wenn selbst eine Bewerbung im Jahr 2019 nur in Papierform möglich ist“, so Viehrig.

Das Rathaus hatte „Designänderungen“ bei den Personalausschreibungen angekündigt, die die Stadtverwaltung „als attraktiven und modernen Arbeitgeber“ sichtbar machen sollen. Viehrig äußerte die Hoffnung, dass es „nicht nur eine Layoutänderung mit sich bringt“, sondern auch eine Onlinebewerbungen für Stellen im Rathaus möglich werden.

Neuer Fachbereichsleiter soll im Mai vorgeschlagen werden

Immerhin eine gute Nachricht gibt es: Für den seit neun Monaten unbesetzten Posten des Fachbereichsleiters scheint ein Kandidat gefunden. „Am 8. Mai wird den Stadtverordneten ein Personalvorschlag unterbreitet“, bestätigte Rathaussprecherin Christine Homann auf MAZ-Anfrage. Weitere Details wurden noch nicht bekannt gegeben. Der frühere Fachbereichsleiter Christoph Andersen hatte das Rathaus und den Bereich „Steuerung und Innovation“ zum August 2018 überraschend verlassen.

Vier weitere Stellen im Nachtragshaushalt

Nach der Umstrukturierung der Verwaltung durch den neuen Oberbürgermeister heißt der Fachbereich mittlerweile „E-Government“ und hat strategisch eine besondere Bedeutung bei der Modernisierung der Verwaltung. Deshalb sollen auch vier zusätzliche Personalstellen mit dem Nachtragshaushalt geschaffen werden. Auch dafür müssen noch Fachkräfte gefunden werden.

Von Peter Degener

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