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Potsdam Im Schutz von Alfa und Charlie
Lokales Potsdam Im Schutz von Alfa und Charlie
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19:27 14.03.2013

Den Personenschützer kann so schnell nichts schocken. Potsdams Oberbürgermeister aber ist froh, dass die Pistole, mit der Horst Pomplun das Phosphor in die Luft geschossen hat, nur eine Attrappe war.

Bei seinem Besuch in der „Fachakademie für Sicherheit VTP Pomplun“ brauchte Jann Jakobs gestern starke Nerven. Armbanduhren, aus denen eine 15 Zentimeter hohe Stichflamme schnellt, Bilderrahmen mit verstecktem Sprengstoff oder Daumenschrauben, die dem SPD-Politiker mal schnell im Vorbeigehen angelegt werden. Horst Pomplun liebt den Überraschungsmoment. Der 65 Jahre alte ehemalige Polizist leitet die Akademie in der Großen Weinmeisterstraße gemeinsam mit seiner 54-jährigen Frau Ewa. Seit 1994 bildet das Paar in der Villa in bester Lage Personenschützer aus – männliche wie weibliche.

Dass Sicherheit hier groß geschrieben wird, merkte der Besucher gestern schon am Eingang. Vor der Villa mit Marmorstatuen im Garten passte einer der Bodyguards die Gäste ab. Aus seiner Gürteltasche blitzte eine Pistole hervor. Im Haus führte Horst Pomplun die Besucher durch Geheimtüren und versteckte Gänge. Vom Speisezimmer mit Kronleuchter ging es durch die Bibliothek mit abhörsicherem Telefon zum Seminarraum mit Handschellen und Walkie-Talkies. Einem Museum für Sicherheitstechnik gleicht die Villa – von der versteckten Kamera in der Coladose aus den 1980er Jahren bis zur Mikrokamera im USB-Stick von heute.

Etwa 3000 Sicherheitsleute haben die Pompluns in Potsdam bislang trainiert. Die Kosten für die IHK-zertifizierte Ausbildung in Höhe von knapp 6500 Euro tragen die Teilnehmer selbst. Ein Absolvent arbeitet heute in Amerika im Weißen Haus, eine Frau für ein Hotel in Abu Dhabi, wieder andere fahren Geldtransporter. 20 der ausgebildeten Personenschützer gehören zum festen Stamm der Pompluns. Sie kommen zum Einsatz, wenn sich zum Beispiel die First Lady aus den Vereinigten Emiraten beschützen lässt. Viele der Kunden von „VTP Pomplun“ kommen aus dem Orient. Die Potsdamer Bodyguards haben aber auch schon Stars wie Phil Collins oder Gabriela Sabatini beschützt. Oder Politiker wie den vor Kurzem verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez.

Damit sich die angehenden Personenschützer im Umgang mit solchen Persönlichkeiten nicht blamieren, steht in der Akademie auch Etikette auf dem Stundenplan. Beim Servieren von Käsekuchen und Kaffee zeigten Alfa, Bravo und Charlie gestern beste Manieren. Die mit Namen aus dem Nato-Alphabet getarnten Bodyguards traten in weißem Hemd und schwarzer Anzughose auf. Keine besonders bequeme Kleidung, wenn es darum geht, den Oberbürgermeister vor einem möglichen Angreifer zu schützen. Ein Kommando von Horst Pomplun und Delta schmiss sich mit Schwung vor Jann Jakobs, die Pistole im Anschlag. Gerettet wäre das Stadtoberhaupt im Ernstfall trotzdem nicht. Der angehende Sicherheitsmann ist in die Hocke gegangen, Jann Jakobs Brust war frei.

Hat sich der Oberbürgermeister tatsächlich schon Personenschutz gewünscht? „Nein, bedroht habe ich mich noch nie gefühlt“, sagte er. „Und ständig Leute um mich herum, ich weiß nicht, ob ich das schön finden würde.“ Damit sich Jann Jakobs im Fall der Fälle selbst verteidigen kann, zeigte ihm Horst Pomplun einen Griff, mit dem er jemanden zu Boden bringen kann. „Aber bitte nicht im Rathaus ausprobieren“, kommentierte Jakobs Sprecher Stefan Schulz schmunzelnd. (Von Meike Jänike)

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