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Immer den Überblick behalten

Fahrassistenten Immer den Überblick behalten

In Zeiten, in denen Autos autonomer werden und zur Unterstützung des Fahrers Dinge automatisch erledigen, ist zwischen Bauteilen viel Kommunikation nötig. Schon während der Entwicklung einzelner Komponenten müssen künftige Funktionen eingeplant werden. Eine Potsdamer Software-Firma hilft der Automobilindustrie den Überblick zu bewahren.

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Ein Auto hat zahlreiche Komponenten die aufeinander abgestimmt werden müssen.

Quelle: Firma

Potsdam. Ob es nun das Einparken, das Einhalten des korrekten Abstands zum Vordermann oder das Halten der Spur ist: Autos werden heutzutage nicht mehr nur von Menschen gesteuert. Viele elektronische Assistenten haben ihre Hände mit im Spiel. Und auf dem Weg zum selbstfahrenden Kraftfahrzeug, dem autonomen Auto werden es immer mehr.

Damit die digitalen Mitarbeiter ihr Werk verrichten können, bedarf es der Kommunikation der verschiedensten Komponenten eines Wagens. Um etwa eine Spur halten zu können, muss der Assistent Verbindung mit der Lenkung, den Bremsen, den Blinkern oder installierten Kameras haben. Für die Automobil-Hersteller bedeutet dies einen erhöhten Informations- und Kommunikationsbedarf der ganz unterschiedlichen Entwicklungsabteilungen der Fahrzeugteile. Da gibt es viel abzustimmen. Fehlt dabei die Koordination, kann es zu erheblichen Störungen kommen.

Das ist das Feld, auf dem das Potsdamer Software-Unternehmen Intervista AG zum Spielführer werden will. Für den Automobilkonzern VW hat die unter Beteiligung von früheren Digital-Fachleuten des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts betriebene Firma ein Infoportal als zentrale Drehscheibe aufgebaut. Dieses steuert die nötigen Prozesse bei der Entwicklung der digitalen Helfer, macht sie transparent und sichert ihre Ergebnisse. „Erst so wird effiziente Arbeitsteilung möglich“, sagt Peter Tabeling aus der Geschäftsleitung von Intervista, der jahrelang Dozent am HPI war. Auch Intervista-Aufsichtsrat Siegfried Wendt dokumentiert die Nähe zu der Potsdamer Software-Schmiede. Wendt war einst Gründungsdirektor des HPI.

Auf die für VW entwickelte Software haben alle Entwicklungsabteilungen Zugriff. Sie dokumentiert den Aufbauprozess, dient der Qualitätssicherung, speichert das Wissen der Beteiligten, reduziert die Risiken und den Aufwand. „Die Entwicklung solcher Assistenten ist wie ein Hausbau, da gibt es auch Ketten, die vom Architekten über den Ingenieur bis zu den ausführenden Handwerker reichen“, sagt Intervista-Vorstandschef Matthias Stauch, der das Unternehmen zusammen mit dem heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden Reinhard Irsigler im Jahr 2000 gegründet hat.

Für VW ist die von Intervista konzipierte Software mit einer Art Wikipedia speziell für die Bedürfnisse der Automobilindustrie vergleichbar. Einmal erlangtes Wissen bleibt verfügbar, auch wenn führende Köpfe das Unternehmen verlassen. So kann Qualität gesichert und gesteigert werden. Zudem sind nicht unbeträchtliche Einsparungen möglich. „Denn je eher Fehler bei einem Produkt entdeckt werden, desto günstiger ist es, sie zu beheben“, sagt Tabeling.

Ortungsdienst rettete entführte Frau

Konkurrenz für das entwickelte Infoportal sieht man in dem Unternehmen, das ständig auf der Suche nach neuem technikaffinen Personal vor allem unter Absolventen von Hochschulen ist, derzeit nicht. „Das ist eine Perle, die wir vorweisen können“, sagt Tabeling.

Es ist nicht die einzige des Betriebs, der zunächst mit der Entwicklung von Software begonnen hat, mit der zum Beispiel Mobilfunkanbieter und Versicherungen ihren Vertrieb abwickeln können. Eine mit einem Innovationspreis ausgezeichnete Technologie etwa erfasst und dokumentiert den Prozess von Vertragsabschlüssen und macht ihn so in Echtzeit überprüfbar. Dank eines Ortungsdienstes von Intervista für Handys konnte sogar schon einmal eine entführte Frau aus einem Taxi gerettet werden.

Von Gerald Dietz

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