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Immer wieder Radunfälle

Zahl der Vorfälle in Potsdam steigt Immer wieder Radunfälle

Radfahrer leben gefährlich. Auch in Potsdam ist die Zahl der Radunfälle von Jahr zu Jahr gestiegen. Das tödliche Unglück in Drewitz war nicht der einzige Unfall am Freitag – und bereits im Juli war ein 72-jähriger Radfahrer in der Charlottenstraße mit seinem Rad in die Gleise geraten und so schwer gestürzt, dass er zwei Tage später starb.

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Ein Radfahrer (67) wurde gestern in der Alleestraße schwer verletzt.

Quelle: Foto: Stähle

Potsdam. Die Serie schlimmer Radunfälle in Potsdam reißt nicht ab. Das tödliche Unglück in Drewitz war nicht der einzige Unfall am Freitag, bei dem ein Radler involviert war. Drei Stunden vorher wurde ein 67 Jahre alter Mann, der stadtauswärts auf der Alleestraße unterwegs war, von einem Lkw gestreift und stürzte. Der Mann erlitt schwere Beinverletzungen, der Unfallfahrer hielt nicht an. Dank Zeugenaussagen konnten Polizisten den Fahrer an seiner Arbeitsadresse ausfindig machen. Er gab an, von der Kollision nichts mitbekommen zu haben.

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Potsdam, 22. September 2017: Am Freitagnachmittag kam es aus bislang ungeklärter Ursache zu einem schweren Verkehrsunfall eines Radfahrers und einer Straßenbahn im Bereich der Abfahrt Nuthestraße. Der Radfahrer erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen.

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Für großere Bestürzung hatte im November 2015 der Tod einer 19-jährigen Radfahrerin gesorgt, die am Nauener Tor von einem Sattelzug überrollt worden war. Der Lkw-Fahrer wurde vergangenen November vom Amtsgericht wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt. Das Unglück hatte eine Debatte über die Sicherheit von Radfahrern in Potsdam ausgelöst, zumal der Unfall nach Ansicht des Gerichts vermeidbar gewesen wäre. Der Fahrer habe beim Überqueren des Radwegs nicht in den Spiegel geschaut.

Ebenfalls im November 2016 befasste sich die Justiz mit einer Radlerfalle in der Innenstadt: dem viel genutzten Mittelstreifen in der Hegelallee. Dort kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen zwischen Radlern und Autos, die die Promenade überqueren. Das Landgericht stellte klar, dass Autofahrer an der Stelle Vorrang haben und forderte von der Stadt eine deutlichere Beschilderung – was bislang unterblieb.

Insgesamt ist die Zahl der Radunfälle in Potsdam gestiegen. Registrierte die Polizei im Jahr 2015 noch 426 Unfälle mit Radfahrern in Potsdam, waren es im Vorjahr 447. Im Juli diesen Jahres war ein 72-jähriger Radfahrer in der Charlottenstraße mit seinem Rad in die Gleise geraten und so schwer gestürzt, dass er zwei Tage später starb.

Von Marion Kaufmann

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