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Potsdam Immobilienpreise in Potsdam steigen
Lokales Potsdam Immobilienpreise in Potsdam steigen
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13:07 05.07.2013
Gefragte Lage am Wasser: Schick sanierte Jahrhundertwende-Villen in der Virchowstraße am Griebnitzsee. Quelle: BERND GARTENSCHLÄGER
Potsdam

Immobilien in Potsdam sind weiter sehr begehrt. Käufer mussten 2012 deutlich mehr Geld dafür ausgeben als in den Vorjahren. Bei 1583 Grundstücksverkäufen wurden 566 Millionen Euro erlöst. 2010 waren es 1811 Verträge im Wert von 540 Millionen Euro. Allein ein Viertel des landesweiten Umsatzes bei Wohneigentum entfällt auf die Landeshauptstadt – das sind rund 2500 Wohnungen. Für Ein- und Zweifamilienhäuser ab dem Baujahr 1991 wurden durchschnittlich 345 000 Euro, für Doppelhaushälften 240.000 Euro und für Reihenhäuser 280.000 Euro gezahlt. Die Preise sind stark von der Lage, der Grundstücksgröße, der Wohnfläche und der Ausstattung abhängig. Die meisten Eigenheime wechselten im Potsdamer Norden (Bornstedt, Bornim, Eiche und Golm) den Besitzer. Als teuerste Villa wurde im Ortsteil Neu Fahrland ein Landhaus mit Wasserzugang für 8170 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche veräußert.

Diese und viele andere interessante Daten versammelt der Grundstücksmarktbericht 2012. Gestern stellte Winfried Schmidt, Leiter des Fachbereiches Kataster und Vermessung der Stadtverwaltung, die 21. Auflage vor. Seit 1992 erstellt ein ehrenamtlich tätiger Gutachterausschuss der Landeshauptstadt alljährlich diese Analyse des Immobilienmarktes. Grundlage ist laut Schmidt die Kaufpreissammlung der Notare, die die Verträge beglaubigen und vom Gesetzgeber verpflichtet sind, die Preise weiterzugeben. Um bis zu 50 Euro angezogen haben die Baulandpreise, was die Bodenrichtwerte widerspiegeln. Hier ist Klein Glienicke Spitzenreiter gefolgt von der Berliner Vorstadt, Am Neuen Garten und am Griebnitzsee (mit jeweils plus 40 Euro Zuwachs pro Quadratmeter). Die höchsten Bodenrichtwerte verzeichnet der aktuelle Bericht mit 750 Euro pro Quadratmeter in der Brandenburger Straße, 450 sind es in der Berliner Vorstadt, 430 im Holländischen Viertel und 320 am Griebnitzsee. Mit 20 Euro am günstigsten sind die Bodenrichtwerte in Randlagen wie der Bornimer Anglersiedlung und im Ortsteil Grube.

Bodenrichtwerte für den individuellen Wohnungsbau

Die Flaute von 2011 mit 1385 Verkäufen und einem Umsatz von zirka 455 Millionen Euro ist überwunden. Nach der Reform der Grunderwerbssteuer, die landesweit von 3,5 auf 5 Prozent angehoben wurde, war der Umsatz erheblich zurückgegangen, erklärte Schmidt. Wie der Chefgutachter weiter sagte, bleibt Potsdam ein gefragtes Pflaster zum Wohnen. Dazu tragen zum einen die gute Infrastruktur und die historisch niedrigen Baufinanzierungskosten bei. Attraktiv für Kapitalanleger als auch für Eigennutzer sind vor allem Eigentumswohnungen. Während der Anteil an erstmaligen Verkäufen stagniert, steigt der Anteil an Weiterverkäufen von Wohnungseigentum deutlich. Sie machen mit 46 Prozent den Löwenanteil der Kaufverträge aus. 30 Prozent waren bebaute Grundstücke, 19 Prozent Bauland, fünf Prozent Forst -und sonstige Flächen.

Fazit: Die Immobilienpreise haben nach dem Höhepunkt der Krise 2008/09 in guten Lagen wieder ein „hohes Niveau“ erreicht und werden „weiter steigen“, sagte Winfried Schmidt. Nach seiner Einschätzung vor allem am Griebnitzsee und den angrenzenden Villenvierteln. Aber er sieht auch Probleme: „Erschwinglichen Wohnraum zu schaffen bei steigenden Baukosten durch die Anforderungen der Energiesparverordnung“. Die wachsende Anzahl an Zuzüglern und die geringe Anzahl an verfügbaren Wohnungen – die Leerstandsquote in Potsdam liegt unter zwei Prozent – dürfte zu weiteren Mietsteigerungen bei Neuvermietungen führen.  

Von Carola Hein 

64 Eigentümer mussten notverkaufen

Bauland – In diesem Marktsegment wurden 296 Verträge über knapp 50 Hektar registriert und 73 Millionen Euro umgesetzt.Bebaute

Grundstücke – In dieser Kategorie wurden 364 Millionen Euro für Ein-, Zweifamilien- und Geschäftshäuser umgesetzt sowie knapp 127 Millionen Euro bei Wohneigentum.

Villen – 65 Verkäufe wurden begutachtet, davon 26 Wassergrundstücke. Die Höchstpreise lagen bei 6800 Euro pro Quadratmeter. Die teuerste Villa kostete rund 8 Millionen Euro.

Gewerbe – Auf dem Markt für Gewerbe- und Industriebobjekte wurden 13 Kaufverträge über 8,4 Hektar mit Umsätzen von 17 Millionen Euro registriert.

Landwirtschaftsflächen – Bei diesen wie Forstgrundstücken ging der Umsatz zurück und lag bei 1,7 Millionen Euro.

Zwangsversteigerungen – Durch Notverkäufe sind 64 Verträge mit einem Umsatz von knapp 50 Millionen Euro realisiert worden. Dabei handelte es sich in 37 Fällen um Eigentumswohnungen.

Der komplette Gundstücksmarktbericht ist für 30 Euro gedruckt oder digital erhältlich. Anfragen unter Tel. 0331/2 89 25 61 oder Gutachterausschuss@Rathaus.Potsdam.de 

» www.MAZimmo.de

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