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Impfgegner Wakefield im Thalia

Babelsberger Kino verteidigt sein Programm Impfgegner Wakefield im Thalia

Robert de Niro hat den Anti-Impf-Film „Vaxxed“ 2016 aus dem Programm seines Tribeca Festivals in New York genommen. Das Babelsberger Thalia-Kino hingegen zeigt den Film am 8. April. Im Anschluss ist ein Podiumsgespräch mit dem Regisseur Andrew Wakefield angekündigt. Man wolle „ein differenziertes Meinungsbild erreichen“, heißt es auf der Internetseite des Thalia.

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Robert de Niro hat den Film 2016 aus dem Programm seines Tribeca Festivals in New York herausgenommen.

Quelle: AFP

Potsdam-Babelsberg. Trotz Kritik hält das Thalia-Kino in Potsdam-Babelsberg an der Vorführung des Anti-Impf-Films „Vaxxed“ am 8. April fest. Angekündigt ist begleitend ein Gespräch mit dem Regisseur Andrew Wakefield und weiteren Partnern, die laut Kinosprecherin Daniela Zuklic noch nicht feststehen.

Auf der Internetseite des Thalia heißt es: „Wir wissen um die Umstrittenheit des Films, möchten aber mit der anschließenden Diskussion einerseits ein differenziertes Meinungsbild erreichen und andererseits diesem Film und Dr. Wakefield keinen unkommentierten Raum lassen.“

„Vaxxed“ handelt vom angeblichen Zusammenhang zwischen Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln und Autismus. Dem englischen Regisseur und Gastroenterologen Wakefield ist 2010 die ärztliche Zulassung entzogen worden. Für Aufsehen sorgte, dass Robert de Niro den Film 2016 nach langer Diskussion aus dem Programm seines Tribeca Festivals in New York herausnahm. Der Sohn des Filmstars ist Autist.

In Deutschland wurden Vorführungen des Films etwa in Hannover und Karlsruhe nach massiven Protesten abgesetzt. „Wir sind nicht gegen Impfungen“, beteuert Thalia-Sprecherin Daniela Zuklic.

Die Einnahmen der Babelsberger Veranstaltung sollen ihren Angaben zufolge an die Organisation Ärzte ohne Grenzen gespendet werden. Sie verwies auch auf den Start einer Filmreihe in Kooperation mit dem Oberlinhaus zum Welt-Autismustag am 29. März.

Kino zum Welt-Autismus-Tag

Das Thalia-Kino eröffnet zum Welt-Autismus-Tag am 29. März in Kooperation mit dem Autismuszentrum des Oberlinhauses eine neue Veranstaltungsreihe, die es Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen und anderen Beeinträchtigungen ermöglichen soll, aktuelle Kinofilme unter erlebbaren Bedingungen schauen zu können.

Um 15 Uhr läuft bei gedimmtem Licht und reduzierter Lautstärke die jüngste Babelsberger Märchenfilmproduktion „Timm Thaler oder das verkaufte Lachen“. Zeitgleich wird in einem anderen Saal mit anschließendem Gedankenaustausch „Ben X“, ein belgisch-niederländischer Film aus dem Jahr 2007 über Autismus und Cyber-Mobbing, gezeigt.

Im Foyer gibt es begleitend zum „Autism Friendly Cinema“ von 14 bis 18 Uhr Informationen zu Förderung, Schule, Wohnen und Beruf sowie die Möglichkeit zum Austausch.

Von Volker Oelschläger

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