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In 8:34 Minuten an die Spitze geradelt

MBS-Fahrradtage in Potsdam In 8:34 Minuten an die Spitze geradelt

Um 1500 Euro für einen Verein aus ihrer Stadt radeln seit Dienstag Hennigsdorf, Potsdam, Brandenburg/Havel und Lübben. Gestern machte die Aktion „Schnellste Stadt gesucht“ Halt auf dem Luisenplatz. Dank rekordverdächtiger Frauen und vieler Sportler auf dem Fahrradsattel schafften es die Potsdamer an die Spitze im Wettbewerb der Städte.

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Zach Shaw und seine Teamkollegen von den Potsdam Royals können als Verein der schnellsten Stadt auf 1500 Euro hoffen.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Innenstadt. Bestleistungen legten die Potsdamer am Mittwoch auf den drei Rennrädern hin, die unter den roten Pavillons auf dem Luisenplatz standen. So schnell fuhren einige von ihnen, dass die aufgebockten Sportgeräte hin und her wackelten, als würden sie gleich über den Platz rollen. Zum sechsten Mal lud die Mittelbrandenburgische Sparkasse (MBS) zu den Fahrradtagen in die Landeshauptstadt. Knapp über 60 Sportler, Potsdamer und Touristen beteiligten sich. „Das Niveau ist in Potsdam traditionell hoch“, sagt Steffen Blochwitz, Manager des Profi-Bahnradsportteams LKT-Brandenburg.

Blochwitz und einige Fahrer aus dem Nachwuchsteam begleiten die Tour der MBS-Fahrradtage, die bis Freitag in vier brandenburgischen Städten Halt macht und die schnellste von ihnen auf den virtuellen 1000 Metern sucht. Entscheidend sind dabei die Zeiten der besten fünf Frauen und fünf Männer, die gemeinsam die Stadtwertung ergeben.

1500 Euro für einen Verein aus der schnellsten Stadt

Am Ende profitiert nicht nur eine Fahrerin oder ein Fahrer als Gewinner eines Premium-Rads vom offiziellen LKT-Ausrüster. Auch ein Verein der teilnehmenden Stadt darf sich über eine Geldspende freuen. Für Potsdam sind die Footballer der Royals vom Spielfeld aufs Rennrad gewechselt und können dank der Bestzeit, die die zehn schnellsten Potsdamer zusammengeradelt haben, nun auf die Höchstspende von 1500 Euro hoffen.

Bereits am Dienstag war in Hennigsdorf (Oberhavel) der Startschuss der Aktion gefallen. 94 Bürgerinnen und Bürger traten dort in die Rennradpedale und legten die ersten Bestzeiten vor: 49,2 Sekunden bei den Männern und 53,6 Sekunden bei den Frauen. Insgesamt kamen die zehn schnellsten Hennigsdorfer auf eine Zeit von acht Minuten und 55,9 Sekunden. Fast die Hälfte aller Teilnehmer ist Mitglied im SV Stahl Hennigsdorf. Der Verein mit über 1000 Mitgliedern, die Volleyball, Boxen, Turnen und etwa zehn weitere Sportarten betreiben, hofft wie die Royals auf eine möglichst hohe Spende. Immerhin 750 Euro erhält der Verein aus der langsamsten Stadt.

Tipps vom Radsport-Profi

An den Tipps von LKT-Manager Blochwitz kann es bei den Hennigsdorfern immerhin nicht gelegen haben. Denn Ratschläge verteilt der Rennrad-Experte in allen Städten gleichermaßen. „Startet nicht mit 100 Prozent“, riet er am Mittwoch auch den Potsdamern, „sonst geht euch am Ende die Puste aus.“ Auf bis zu 70 Kilometer pro Stunde schaffen es die schnellsten Radler bei den MBS-Fahrradtagen. „Viele sind sogar schneller als der Weltrekord auf 1000 Metern im professionellen Bahnradsport“, sagt Blochwitz. Das sei den unrealistisch guten Bedingungen auf den aufgebockten Rennrädern bei der Aktion zuzuschreiben.

Auf die Frauen kommt es an

Auf die Frauen kommt es an: Lisa Rühl (links) und Anne Hölzig vom SC Potsdam zeigten mit guten Zeiten wie es geht.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Den entscheidenden Unterschied würden allerdings nicht die schnellsten Männer, sondern die Frauen einer Stadt ausmachen. „Die Differenz unter den besten Herren liegt meist nur bei zwei bis vier Sekunden“, erklärt Steffen Blochwitz, „bei den fünf besten Frauen sind es schnell mal 15 bis 20 Sekunden. Das zieht die Stadt dann insgesamt runter“. 44,4 Sekunden brauchte der schnellste Radler am Mittwoch auf dem Luisenplatz. Die schnellste Frau lag bei 52,5 Sekunden und schlug damit immerhin die Bestzeit aus Hennigsdorf vom Vortag.

Die neue Bestzeit aus Potsdam liegt bei 8:34 Minuten

Nicht ganz so schnell waren die Profis von den Potsdam Royals unterwegs. 52 Sekunden brauchte Quarterback Zach Shaw für die 1000 Meter. „Es ist anstrengender als man denkt“, sagt der Football-Spieler aus den USA, „bei 600 oder 700 Metern bin ich an meine Grenzen gekommen.“ Das Team freute sich trotzdem über die rege Beteiligung an der Aktion und hofft nun, dass die Landeshauptstadt bis zum Ende der Fahrradtage am Freitag mit ihren acht Minuten und 34,1 Sekunden die Gesamtbestzeit hält. Dann bekommt der Verein 1500 Euro von der MBS. Die Spende soll in die Nachwuchsarbeit investiert werden.

Die MAZ verlost acht exklusive Startplätze für die 60-Kilometer-Strecke beim Velothon in Berlin am 18. Juni. Das Gewinnspiel finden Sie hier.

Von Victoria Barnack

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