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In Potsdam ist kein Platz für Rassisten

Demo für den in Dresden getöteten Asylbewerber In Potsdam ist kein Platz für Rassisten

Mehr als 300 Potsdamer sind am Sonntagnachmittag für den in Dresden erstochenen Asylbewerber Khaled Idris Bahray auf die Straße gegangen. Bei dem vom Arbeitskreis Antifa Potsdam organisierten Gedenkmarsch protestierten die Bürger gegen Pegida- und AfD-Anhänger.

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Auftaktkundgebung auf dem Potsdamer Luisenplatz.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Unter dem Motto "Refugees welcome" (Flüchtlinge willkommen) sind am Sonntagnachmittag mehr als 300 Potsdamer gegen rassistische Bewegungen wie Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) und für Solidarität mit Asylbewerbern auf die Straße gegangen.

Die Demonstration, organisiert vom Arbeitskreis Antifa Potsdam und unterstützt von den Linken, fand im Gedenken an den aus Eritrea stammenden Khaled Bahray statt. Der 20-jährige Flüchtling war Anfang vergangener Woche in einer Dresdener Plattenbausiedlung mit mehreren Messerstichen getötet worden. Damit sei in der sächsischen Landesmetropole, in der sich seit Wochen Zehntausende zu Pegida-Märschen treffen, ein "neues Level an Aggression" erreicht worden, so eine Rednerin bei der Auftaktkundgebung auf dem Luisenplatz.

Potsdamer demonstrierten gegen Pegida und für Solidarität mit Flüchtlingen.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Erst 30 Stunden nach der Bluttat und nur auf Druck der Öffentlichkeit habe die Polizei ein Gewaltverbrechen festgestellt, kritisierte der Linke-Bundestagsabgeordnete Norbert Müller. Dem "Klima der Angst", das Flüchtlinge derzeit in Dresden erleben, wolle man sich entgegen stellen: "In Brandenburg werden wir sächsische Verhältnisse nicht dulden. Hier sind die Pegida-Rassisten unerwünscht."

Man werde zudem "alles dafür tun, dass die Rassisten der AfD wieder aus dem Landtag verschwinden", so Müller. Die Stimmung habe AfD-Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland mit seinen Äußerungen nach dem Terroranschlag von Paris angeheizt. Gauland hatte das Attentat als Rechtfertigung für die Anti-Islam-Bewegung Pegida interpretiert.

Während der Abschlusskundgebung vor dem Staudenhof-Block, in dem auch Asylbewerber leben, wollte ein Bewohner provozieren und hängte eine AfD-Fahne aus dem Fenster. Mit der Demo habe man der "Wut Ausdruck verleihen und unserer Ohnmacht gegen die Zustände in diesem ach so weltoffenen Land etwas entgegensetzen" wollen, so Antifa-Aktivist Dennis Schüler.

Von Ricarda Nowak

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