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Schlappe Pflanzen, weicher Asphalt

Die Hitze und ihre Folgen in Potsdam Schlappe Pflanzen, weicher Asphalt

Nicht nur die Menschen, auch die Bäume in den Potsdamer Welterbeparks ächzen unter der Gluthitze. Rund um Sanssouci fürchten Gärtner um Bäume aus Friedrichs Zeiten. Dem Landesbetrieb für Straßenwesen macht indes der Asphalt sorgen. Die Baustelle auf der Nuthestraße zieht deshalb sogar erst ein paar Tage später weiter.

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Bedrohte Pracht: der sizilianische Garten im Schlosspark Sanssouci.

Potsdam. Fast 40 Grad Celsius und keine Abkühlung in Sicht: Ein Alptraum für jeden Gärtner. Wegen der andauernden Hitze und Trockenheit herrscht großes Pflanzen-Leiden im Schlosspark von Potsdam-Sanssouci. „Für Pflanzen und Grünflächen ist das Wetter purer Stress“, sagt der Sprecher der Stiftung „Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg“, Frank Kallensee. Im Grunde kümmern sich die insgesamt 65 Mitarbeiter des städtischen Grünflächenamtes und die Gärtner der Schlösserstiftung zurzeit nur noch um die Bewässerung der 130 000 Sommerblumen und 26 000 Bäume, da die Dürrephase die Gewächse anfälliger für Schädlinge und Krankheiten macht. So starb eine Vielzahl von Pfeifensträuchern ab, die sonst von Mai bis Juli blühen. Auch der Pilzbefall der Baumrinden und das geringe Wachstum der Buchen oder Eschen, bereitet nicht nur den Gärtnern Sorge: Fachleute bangen um jahrhundertealte Bäume, einige davon aus der Zeit von Preußenkönig Friedrich II. (1712-1786). Besucher können allerdings durchatmen: Die Gärten heißen sie weiterhin – ohne Einschränkungen – herzlich willkommen.

Auch im Gesundheitswesen kreist der Hitze-Hammer: Während die Strandbäder restlos überfüllt sind, bleiben die Blutspendezentren verhältnismäßig leer – bundesweit, aber auch in Potsdam. Der Bedarf an Blutkonserven hingegen steigt. Die Ferienzeit ist oft auch Unfallzeit. Dadurch steigt die Nachfrage an Blutprodukten: 15 000 Blutspenden sind täglich bundesweit notwendig, um dem Bedarf gerecht zu werden. Die allgemeine Versorgungssituation in der Landeshauptstadt ist zwar noch nicht kritisch, wird aber genauestens beobachtet, berichtet der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost. Spenden kann man fast täglich. Der nächste Termin ist am Samstag, 8. August, in der Großbeerenstraße 200, im Filmpark Babelsberg von 10 bis 15 Uhr. Am Montag, 10. August, sind Freiwillige dann von 7 bis 19 Uhr, in der „DRK Blutspende am Klinikum“ in der Charlottenstraße 72 richtig. Weitere Termine und interessante Informationen finden Sie unter www.blutspende-nordost.de

In Bezug auf die hitzebedingten Vorfälle im städtischen Klinikum „Ernst von Bergmann“, ist die Lage relativ ruhig. „Die Bürger scheinen sich an unsere Empfehlungen zu halten“, so die Pressesprecherin, Frau Damaris Hunsmann. Die Tipps im Überblick: Direkte Sonneneinstrahlung sollte gemieden werden. Sportliche Aktivitäten werden besser auf die Morgen-oder Abendstunden verlegt. Außerdem empfiehlt es sich, mindestens zweieinhalb bis drei Liter Flüssigkeit am Tag zu sich zu nehmen, um nicht zu dehydrieren. Wer es bei diesen Temperaturen also etwas ruhiger und gelassener angehen lässt, ist auf dem richtigen Weg.

Auch den Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg stellt die Hitze ebenfalls vor Herausforderungen. So können die Straßenbauarbeiten auf der Nuthestraße (L 40) nicht wie geplant fortgeführt werden. Eigentlich sollte die Baustelle umziehen und am Mittwoch, 12. August, von Abfahrt Wetzlaer Straße kommend bis zur Brücke Neuendorfer Straße (stadtauswärts) weiter gehen – sie werden sich nun aber um zwei bis drei Tage verzögern. Ein Erklärungsversuch: Wegen der andauernden Hitze wärmt sich der Asphalt so stark auf, dass er weich wird. „Wenn dann Maschinen mit hohen Lasten auf dem neuen Asphalt arbeiten, könnten sie Abdrücke hinterlassen“, erklärt der Bauleiter der Nuthestraßenbaustelle Sebastian Kutz.

Von Maria Reckließ

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