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Preisgekrönte Integration im Haeckel-Kiez

Auszeichnung für Stadtteilnetzwerk Potsdam-West Preisgekrönte Integration im Haeckel-Kiez

Das Bündnis Neue Nachbarschaften in Potsdam-West setzt auf Zusammenhalt und Willkommenskultur. Dafür wurde es nun im Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ ausgezeichnet. Das Preisgeld soll in einen neuen Standort fließen.

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Potsdams Kulturdezernentin Iris Jana Magdowski (l.) überreichte Maré Patel vom Bündnis „Neue Nachbarschaften“ die Urkunde.

Quelle: Christel Köster

Postdam. Große Ehre für das Bündnis Neue Nachbarschaften der Initiative Stadtteilnetzwerk Potsdam West: Am Mittwoch Abend wurde das Bündnis mit dem Preis im Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ des Bündnisses für Demokratie und Toleranz (bfdt) ausgezeichnet.

Laudatorin Iris Jana Magdowski (CDU), Beigeordnete der Stadt Potsdam für Bildung, Kultur und Sport bezeichnete die Neuen Nachbarschaften als „gelungenes Beispiel für Projekte im Alltag, die sich gegen Rassismus und Ausgrenzung richten und die Integration fördern“.

Neue Nachbarschaften gründete sich im Dezember 2013, als bekannt geworden war, dass etwa 70 Asylbewerber im Haeckel-Kiez in Potsdam West unterkommen sollten. Ein so genannter Wohnverbund wurde geschaffen, in dem die Flüchtlinge nicht in einer großen Unterkunft, sondern in eigenen Wohnungen unter Betreuung des Internationalen Bundes (IB) leben. Frederike Hoffmann vom IB beschreibt die Zusammenarbeit mit dem Bündnis als „Erfolg auf der ganzen Linie“.

„Es besteht von Anfang an ein sehr enger Kontakt zum Stadtteilnetzwerk Potsdam-West und damit auch zu den Neuen Nachbarschaften“, sagt Hoffmann. Anfangs wurde vor allem Ehrenamtskoordination betrieben, die Angebote für alte und neue Bewohner des Kiezes wurden dann nach und nach ausgeweitet. „Besonders schön finde ich, dass wir uns von Anfang an einig waren, dass es keine explizit an die Asylsuchenden gerichteten Angebote geben soll, sondern dass immer alle Nachbarn gemeinsam angesprochen werden“, so Frederike Hoffmann. „Nach einigen Monaten konnten wir richtig beobachten, wie sich die Asylbewerber wirklich als neue Nachbarn, als Bestandteil des Kiezes fühlten.“

Begegnung und Austausch in West

gründete sich im Dezember 2013 als bekannt wurde, dass etwa 70 Asylsuchende in Wohnungen im Haeckelkiez unterkommen.

eine offene Willkommenskultur, begleitende integrative Angebote und ein freundliches Miteinander sind die zentralen Themen der Initiative. Die vielfältigen Projekte haben einen festen Platz im Stadtteil gefunden.

in der Pirschheide ist das aktuellste Projekt und soll nun mit dem Preisgeld der Auszeichnung unterstützt werden.

„Besonders herausstellen am Bündnis Neue Nachbarschaften möchte ich, dass es ansetzt, bevor Probleme überhaupt entstehen können“, sagt Johanna Suwelack. Als Themenbereichsleiterin beim bfdt bewundert sie die Willkommenskultur im Stadtteil, welche die Annäherung von Mensch zu Mensch ermögliche und auch die Einwohner vor Ort dabei bekräftigt, sich zu engagieren.

Maré Patel ist gerührt angesichts der vielen warmen Worte. Die Kulturwissenschaftlerin ist hauptamtliche Mitarbeiterin des Stadtteilnetzwerks und Projektleiterin bei den Neuen Nachbarschaften. „Wir freuen uns sehr“ so Patel sichtlich bewegt, „dass die für uns schon lange sichtbaren Erfolge auch von Außenstehenden erkannt werden“. Mit den vielfältigen Projekten wie der Fahrradwerkstatt, den Breakdance-Jams, der viel beachteten Menschenkette für ein willkommenheißendes Potsdam, Lesungen, Film- und Theateraufführungen und der interkulturellen Tafel konnten sich die engagierten Bewohner Potsdam Wests also auch weit über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen machen. Die 1.000 € Preisgeld werden, verrät Projektleiterin Patel, wohl in den neuen Standort an der Pirschheide fließen. „Auf jeden Fall wird es dafür genutzt, dass wir weiterhin vielen Menschen die Möglichkeit zu Begegnung und Austausch geben“.

Von Saskia Popp

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