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Potsdam Das sagt Hasso Plattner zu seinen „Minsk“-Plänen
Lokales Potsdam Das sagt Hasso Plattner zu seinen „Minsk“-Plänen
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00:21 31.03.2019
SAP-Gründer Hasso Plattner will das „Minsk“ originalgetreu erhalten. Quelle: dpa

Herr Plattner, warum haben Sie sich für das „Minsk“ als Ort für Ihre Kunst entschieden? Haben Sie ein persönliches Verhältnis zu dem Gebäude, das in der Stadt ja durchaus kontrovers gesehen wird?

Hasso Plattner: Ich habe kein persönliches Verhältnis zum Minsk, finde es aber architektonisch durchaus gelungen. Ein Erhalt des Gebäudes bedeutet aber, dass es freistehen muss und möglichst auch ein Teil der Springbrunnen wiederhergestellt werden wird.

Die Hasso-Plattner-Stiftung will aus dem ehemaligen Terassenrestaurant „Minsk“ in Potsdam eine Galerie für DDR-Kunst machen. Die Architektur der Ostmoderen ist nach 1989 ganz schön runtergekommen. Bilder von damals und heute und einige Werke von DDR-Künstlern, die dort möglicherweise irgendwann zu sehen sein werden.

Wollten Sie den Konflikt, der sich um das „Minsk“ und damit um die Frage des Erhalts der DDR-Architektur entwickelt hatte, mit ihrem Vorschlag befrieden?

Ich kenne mich im Streit um den Erhalt des Minsk nicht aus. Die Lage ist sehr gut und der Umbau in ein Museum scheint möglich.

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Damals konnten Sie Ihre Pläne für ein Kunsthaus anstelle des Mercure Hotels nicht umsetzen. Sie hatten vor allem Gegenwind von Befürwortern der alten sozialistischen Architektur – ist das nun auch eine Handreichung an Ihre Kritiker?

Die Idee, eine Kunsthalle anstelle des Mercure zu errichten, setzte den Abriss des Mercure voraus. Diesen hat eine große Zahl der Potsdamer nicht unterstützt. Ich habe die Meinung vieler Potsdamer, die für den Erhalt des Mercure plädierten, nie als Kritik empfunden.

Das Museum Barberini ist nicht weit entfernt vom „Minsk“ – haben Sie nicht Sorge, sich selbst Konkurrenz zu machen?

Mittelfristig wird das Barberini zu klein, um neben Wechselausstellungen genügend Platz für meine Sammlungen zu haben. Die Idee, das Minsk in Betracht zu ziehen, kam da wie gerufen. Das Minsk mit der Sammlung ostdeutscher Kunst macht dem Barberini keine Konkurrenz. Im Gegenteil. Es besteht die Möglichkeit, auch zeitgenössische Kunst aus der Region in Wechselausstellungen zu zeigen.

Sie machen der Stadt Potsdam wieder einmal ein großes Geschenk – woher kommt ihr besonderes Verhältnis zu der Stadt?

Als Westberliner durfte ich erst spät (1988) nach Potsdam. Es ist eine liebenswerte Stadt, in der es sich gut leben lässt.

Von Hannah Suppa

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