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Die Tropenhalle zählt durch

Biosphäre Die Tropenhalle zählt durch

Bei der jährlichen Inventur in der Biosphäre im Potsdamer Norden konnten ein paar „Stars“ entdeckt werden. Unter anderem Tiere mit exotischen Namen wie Ohrlappenruderfrosch oder Ölpalmengespenstschrecken. Die MAZ stellt einige dieser Exemplare vor.

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Hier ein Sonnensittich

Quelle: Bernd Gartenschläger

Bornstedter Feld. Totgesagte leben länger: Trotz der vielen Abgesänge auf die Tropenhalle in der Biosphäre, die nach jetzigem Stand Ende 2018 ihre Pforten schließen muss, lagen die Besucherzahlen in diesem Jahr weit über den Erwartungen. Gerechnet hatte man vom Januar bis November 2017 mit 107 000 Besuchern. Tatsächlich kamen bis zum 30. November 138 000 Besucher, wie Isabel Gabei von der Marketing-Abteilung der Biosphäre am Donnerstag erklärte. „Wie es aussieht, konnten wir die Wirtschaftlichkeit verbessern und den städtischen Zuschuss deutlich senken“, sagte Biosphäre-Geschäftsführer Eckhard Schaaf zur MAZ. Exakte Zahlen sollen beim Jahresabschluss vorgelegt werden.

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Bei der jährlichen Inventur in der Biosphäre im Potsdamer Norden konnten ein paar „Stars“ entdeckt werden. Unter anderem Tiere mit exotischen Namen wie Ohrlappenruderfrosch oder Ölpalmengespenstschrecken. Die MAZ stellt einige dieser Exemplare vor.

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Das Führungsprogramm für Kinder und Erwachsene ist erweitert worden; auch die Orchideen-Ausstellung habe sich als Renner erwiesen. Außerdem stieg die Zahl der Busgruppen. Seit 1. Dezember ist das Restaurant auch für Gäste ohne Biosphäre-Eintrittskarte zugänglich. Der Grund: Die Zweckbindung für die Fördermittel zum Bau der Halle, die 2001 für die Buga genutzt wurde, sind ausgelaufen. Für das Restaurant bedeutet die Öffnung für die Allgemeinheit schon jetzt ein deutliches Besucher-Plus, so Gabei.

134 verschiedene Arten leben in der Biosphäre

Um Zahlen ganz anderer Art ging es am Donnerstag bei der Bilanz der jährlichen „Tierinventur“ – eine schöne Tradition, an der sicher auch Noah mit seiner Arche seine helle Freude gehabt hätte. 134 Arten bevölkern das Exotik-Biotop. Allein 16 Vogelarten fliegen durch das Dschungelgewirr oder tummeln sich in den Volieren – vom Goldfasan über Sonnensittiche bis hin zum prächtigen Dreifarben-Glanzstar. Schon allein die Namen verleiten zum Träumen von Reisen in Fernreisedestinationen, die man nur aus dem Katalog oder aus dem „Dschungelcamp“ kennt. Korallenfingerfrösche tummeln sich neben Ohrlappenruderfröschen und Ölpalmengespenstschrecken – in aller Fröhlichkeit, denn anders als im Dschungelcamp werden sie hier nicht als Ekel-Dessert gereicht. Nur Krokodile werden die abenteuerlustigen Besucher vergeblich suchen, wie der leitende Tierpfleger Lothar Moos beim Rundgang versicherte.

Drei Tage hat das dreiköpfige Tierpfleger-Team für die Inventur gebraucht – jetzt herrscht wieder zahlenmäßig Ordnung im Urwald. 2018 werden im Rahmen eines Workshops die Zukunftsperspektiven für die defizitäre Biosphäre ausgelotet. Die 35 festen Mitarbeiter und die vielen studentischen Hilfskräfte drücken die Daumen, dass es auch nach dem Jahresende 2018 weitergeht. Ideen für eine breitere Angebotspalette gibt es jedenfalls genug, betonte Marketing-Mitarbeiterin Gabei, etwa indem die Halle noch mehr als Event-Location genutzt wird. Aber: „Momentan ist das schwierig, weil es Firmen gibt, die weit im Voraus planen müssen.

Von Ildiko Röd

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