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Irritationen wegen unterschiedlicher Berichte

Potsdamer Stadtwerke-Affäre Irritationen wegen unterschiedlicher Berichte

Wer wusste was wann und in welchem Umfang? Die Aufklärung der Potsdamer Stadtwerke-Affäre stockt. Im Zentrum stehen derzeit zwei anwaltliche Prüfberichte, die in unterschiedlichen Versionen kursierten. Die Staatsanwaltschaft kennt die Schriftstücke, in denen es um die Untreuvorwürfe gegen Manager geht, noch gar nicht.

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Stadtwerke-Chef Wilfried Böhme (l.) mit dem inzwischen beurlaubten EWP-Chef Holger Neumann.

Quelle: Bosschaart

Potsdam. Intrigen und gezielte Desinformation bei den Stadtwerken? In der Affäre um die mutmaßliche Begünstigung einer Prokuristin der Stadtentsorgung (Step) gibt es immer größere Irritationen um Prüfberichte zweier Großkanzleien, die im Auftrag der Innenrevision der Stadtwerke erstellt wurden. Stadtwerkesprecher Stefan Klotz wies am Donnerstag auf Anfrage den Vorwurf zurück, die Stadtwerke hätten versucht, Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) über die Schwere der Vorgänge zu täuschen, indem ihm nur eine verkürzte, abgemilderte Version des Berichts über mutmaßliche Untreue von Managern vorgelegt wurde. „Diese Behauptung ist in Bezug auf Wilfried Böhme falsch“, so Klotz. Dem Stadtwerke-Chef habe die auch der Step-Aufsichtsratsvorsitzenden Elona Müller-Preinesberger (parteilos) und dem Oberbürgermeister zugängliche – also gekürzte – Fassung vorgelegen. „Wir prüfen intern, warum dies so erfolgte“, erklärt Klotz.

Auch die Staatsanwaltschaft wartet auf die Berichte

Die Frage ist: Warum gab es unterschiedliche Versionen und wer hat sie in Umlauf gebracht? Der MAZ liegt die Langversion vor. Jakobs, der am Dienstag erklärt hatte, er habe Vertrauen zu Böhme, stützte sich dabei nach eigenen Angaben auf die ihm inzwischen auch vorliegende Komplettfassung. Der Staatsanwaltschaft Potsdam lagen die Akten am Donnerstag noch immer nicht vor, weder in Kurz- noch in Langfassung. „Die Berichte sind angefordert, aber noch nicht auf unserem Tisch“, sagte Sprecher Benedikt Welfens. Jakobs hatte am Mittwoch angekündigt, zwar keine Anzeige zu erstatten, aber mit der Staatsanwaltschaft kooperieren zu wollen und die Berichte zu übersenden. Auf deren Basis will die Anklagebehörde prüfen, ob ein Anfangsverdacht wegen Untreue gegen die ehemaligen Step-Geschäftsführer Holger Neumann und Enrico Munder besteht.

Von Marion Kaufmann

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