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Krav Maga: Wenn aus Opfern Gegner werden

Israelische Selbstverteidigung in Potsdam Krav Maga: Wenn aus Opfern Gegner werden

Was einst für die israelische Armee und den Geheimdienst Mossad gedacht war, können in Babelsberg jetzt auch Zivilisten lernen – egal, ob sportlich oder nicht, ob Mann oder Frau, jung oder alt. Krav Maga heißt die Selbstverteidigungstechnik, die auf unseren natürlichen Reflexen beruht. Frank Großer weiht in die Geheimnisse von Krav Maga ein.

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Frank Großer (l.) weiht in Babelsberg in die Geheimnisse von Krav Maga ein.

Quelle: Jacqueline Schulz

Babelsberg. Seine ruhig Art kann Frank Großer ein- und ausschalten wie einen Scheinwerfer. Der stattliche 51-Jährige strahlt Gelassenheit aus und plaudert fröhlich über Gott und die Welt. Aber Vorsicht! Im Training haben es die Tritte und Schläge des Potsdamers in sich. Frank Großer ist Krav-Maga-Trainer.

„Krav Maga“ ist Selbstverteidigung für den Alltag. Es geht um das richtige und vor allem angemessene Verhalten bei einer Pöbelei in der U-Bahn, bei einem Gerangel beim Fußballspiel oder einer handgreiflichen Auseinandersetzung vor der Diskothek. Selbstverteidigung will gelernt sein.

Der Begriff „Krav Maga“ stammt aus dem Hebräischen und bedeutet „Kontaktkampf“. Was ursprünglich als Nahkampfausbildung für die israelischer Armee und den Geheimdienst Mossad gedacht war, wurde später für Polizisten und Zivilisten angepasst. Krav Maga besteht aus einer kleinen Anzahl von Techniken, die auf den natürlichen Reflexen des Menschen beruhen. So kann man, vor allem unter Stress und Druck, die Kontrolle über die Situation behalten.

„Ich bringe meinen Kursteilnehmer bereits in der ersten Trainingsstunde Techniken bei, die sie draußen anwenden könnten“, erzählt Frank Großer. Die Anwendung von Gewalt ist jedoch nur ultima ratio. Das Zauberwort heißt „Deeskalation“. Wenn jemand aggressiv ist, ist die erste Regel: Ruhig und entspannt bleiben! Sollte man dennoch angegriffen werden, muss man sich behaupten können. Darum geht es beim Krav Maga.

Im Internet ist Frank Großer damals eher zufällig auf die Krav-Maga-Ausbildung irakischer Polizisten gestoßen. Danach folgte die Teilnahme an einem Basis-Training in Berlin. „Dort habe ich dann Blut geleckt – das war’s“, sagt er schmunzelnd. Nach zahlreichen Seminaren, unter anderem auch in Israel, entschied sich der Potsdamer selbst Instructor zu werden. Im April 2015 folgte die Vereinsgründung „Krav Maga Brandenburg/Berlin“.

Seine Kurse bietet Frank Großer ab der kommenden Woche immer montags und mittwochs von 18 bis 19.30 Uhr an. In den nächsten Wochen folgen zudem verschiedene Seminare, die beispielsweise den Kampf im Wasser oder die Entwaffnung von Personen thematisieren. Das Wichtigste zum Schluss: Krav Maga richtet sich an jedermann – egal ob man eher unsportlich oder Fitnessguru ist, unabhängig von Geschlecht und Alter. Dieses Prinzip verfolgt auch Frank Großer: Sein jüngster Schützling ist 16, sein ältester 62.

Info: Das erste kostenfreie Training findet in der Großbeerenstraße 139 statt. Alle Interessenten sind eingeladen. Mitzubringen sind: Sportschuhe, T-Shirt, Sporthose, ein Handtuch und ein alkoholfreies Getränk.

Von Maria Reckließ

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