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„Jagdstern“ ist Denkmal des Monats

Potsdamer Sehenswürdigkeiten „Jagdstern“ ist Denkmal des Monats

Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) hat am Samstag mit Schlösserstiftungschef Hartmut Dorgerloh und Vereinschefin Margit Burdack die Ehrenplakette als Auszeichnung von der AG „Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg“ für den historischen Jagdstern an der Parforceheide entgegengenommen.

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Am Jagdstern: Schlösserstiftungschef Hartmut Dorgerloh (l.), Michael Knape, Treuenbrietzener Bürgermeister und ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender der AG „Städte mit historischen Stadtkernen“ und OB Jann Jakobs (SPD).

Quelle: Christel Köster

Am Stern. Friedrich Wilhelm I., ein wegen seiner Sparsamkeit und Ablehnung jeglichen Prunks bekannter Mann, hätte diese Form der Ehrung für sein Jagdschloss sicher gefallen. Quadratisch, praktisch, gut – so präsentierte sich die kaum handtellergroße Plakette, mit der am Sonnabend der historische „Jagdstern“ an der Parforceheide von der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg“ als „Denkmal des Monats“ ausgezeichnet wurde.

Das schlichte Mini-Schlösschen im Westentaschenformat zählt zu den Liegenschaften der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) und befindet sich seit Jahren in der Obhut eines sehr rührigen Fördervereins mit 45 Mitgliedern. Gerade vor diesem Hintergrund des bürgerschaftlichen Engagements erfolgte die Auszeichnung: Oft könnten Denkmale – besonders an der Peripherie – „nur deswegen existieren, weil es Bürger gibt, die nicht nur nach dem Staat rufen, sondern anpacken und Hilfe leisten“, lobte Michael Knape, der Treuenbrietzener Bürgermeister und ehrenamtliche Vorstandsvorsitzender der AG „Städte mit historischen Stadtkernen“ mit momentan 31 Mitgliedern ist. Knape hatte die Plakette nebst Urkunde an die Fördervereinsvorsitzende Margit Burdack, SPSG-Generaldirektor Hartmut Dorgerloh und Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) überreicht.

Ehrungen wie die am Sonnabend lenken den Fokus auf Entdeckenswertes, das möglicherweise überregional zuwenig Beachtung findet – schlicht weil man zuwenig darüber weiß. Auch Knape hatte in Sachen Jagdschloss vor der Auszeichnung durchaus einige Wissenslücken. Da hatte er nämlich „Parforceheide“ für die Bezeichnung einer Militärbasis gehalten.

In der Realität war es das Jagdgebiet des Soldatenkönigs, das bis zum Potsdamer Stadtschloss und der Nikolaikirche reichte. Die im Waldgebiet angelegten Wege beziehungsweise Schneisen führten sternförmig zum Schlösschen und dem benachbarten Kastellanshaus. Letzteres gehört zu den Sorgenkindern unter den SPSG-Liegenschaften, weil sich kein Pächter beziehungsweise Nießbrauchnehmer findet. Vorstellbar wären hier Gastronomie, aber auch Informations- und Vereinsaktivitäten. „Ein paar 100 000 Euro“ müsste man laut SPSG-Chef Dorgerloh dafür schon in die Hand nehmen.

Während das aber noch Zukunftsmusik ist, kann sich die gegenwärtige Bilanz durchaus sehen lassen. So hat sich das Jagdschloss, wo die Vereinsmitglieder auch Kaffee und Kuchen verkaufen, mittlerweile zu einem beliebten Treffpunkt im Wohngebiet entwickelt. Aber auch die Historie wird weiter erforscht. Ein interessanter Aspekt, gerade im aktuellen Gedenkjahr: Während der Potsdamer Konferenz 1945 diente das Schloss der militärischen Schutzeinheit für die britische Delegation als Unterkunft.

Info: Am 1. September, 19 Uhr, hält Margit Burdack im Jagdschloss einen Vortrag über die Frauen rund um den Soldatenkönig: „Selten hat ein törichter Mann eine gescheitere Frau gehabt“.

Von Ildiko Röd

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