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Jeans unter der Rüstung

Das neunte Ritterfest im Volkspark lockte an drei Tagen mehrere tausend Besucher Jeans unter der Rüstung

Opulente Schlachten mit mittelalterlichen Belagerungsmaschinen verspricht Veranstalter Dietmar Frick zum zehnjährigen Jubiläum des Ritterfestes 2014 im Volkspark Potsdam.

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Ritterfest-Organisator Dietmar Frick mit Harfe.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. „Wir werden große Ziele aufbauen und in Brand schießen, außerdem erwarten wir mehrere internationale Schaukampftruppen“, kündigte Frick, Leiter des Wandertheaters „Cocolorus Budenzauber“, gestern gegenüber der MAZ an. Das Wandertheater gründete sich 1994 und besteht aus vier autarken Künstlergruppen, verfügt über Bühnen, Theaterwagen und „Fantasy-Arena“.

Mehrere tausend Besucher strömten nach Veranstalterangaben an den vergangenen drei Tagen zum neunten Ritterfest in den Volkspark. „Am Pfingstsonntag kamen dank des tollen Wetters rekordverdächtig viele Gäste“, sagte Frick. Knapp 300 Mitwirkende, darunter 50 Künstler, verpassten dem Volkspark mittelalterliches Ambiente. Durch die Luft waberte Lagerfeuergeruch, es duftete nach Apfelkrapfen, slawischen Maultaschen, Käse-Lollis, Crêpes. Die Speisen waren historisch nicht immer stimmig, dafür gut. Die Moderne brach immer auch ein, wenn in Mittelalterkluft gehüllte Maiden am Mobiltelefon hingen oder unter den Rüstungen kämpfender Rittersleut’ Jeanshosen hervorlugten. Dem Schauwert des Spektakels taten derartige Ungenauigkeiten jedoch keinen Abbruch. Auf dem Fest boten die Akteure ein buntes Programm mit Abenteuerlabyrinth, Ponyreiten, Töpferhöhle sowie Bogenschießen für jung und ältere Besucher. Tendenziell rosige Zukunftsprognosen gaben Kartenleger und Wahrsagerin ab.

Sogar eine Kinderkampfarena hatte das Fest zu bieten, ein Schild warnte die Kleinen: „Nicht stechen, nicht auf den Kopf, nicht mit voller Wucht.“ Außerdem konnten Mädchen und Jungs Märcheninszenierungen wie „Der Fischer und seine Frau“ oder „Der Rattenfänger“ erleben und sich auf die Monster-Ritter „Ruprecht“ samt feuerspuckendem Drachen Birgon freuen. Mit neuen Programmen und Tricks unterhielten auch die Gauklergruppe „Max und Moritz im Quadrat“, der Zauberer „Santini“ und das Masken- und Stelzentheater „Traumfänger“.

Zu bestaunen waren ein neues Katapult und ein hölzernes Wasserrad, das die Schmiedehämmer einer Glückstalerschmiede antrieb. Für einen Euro durften Kinder die Wikingerboote besteigen und sich ein bisschen Erobererwind um die Nase wehen lassen – wenn auch nur an Land. Dabei seien die Schiffe „durchaus seetüchtig, eines fuhr sogar schon auf der Ostsee und auf Umland-Gewässern“, sagte „Wikinger“ Sascha Bär, der sein Alter mit „ungefähr 40“ angab. Warum er den kriegerischen Seefahrern zugetan ist, konnte Bär nicht sagen, nur so viel: „Ich bin Fan der ,Wickie’-Serie.“ (Von Ricarda Nowak)

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