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Potsdam Jeden Tag ein bisschen schlechter
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11:44 02.03.2013
Ein Dinosaurier am gefährlichen Krater – hier in der Ruhlsdorfer Straße in Teltow. Quelle: MAZ/LAUDE
Teltow (Potdam-Miitelmark)

Wir haben versucht, uns vorzustellen, wie es ausgesehen haben könnte, als der letzte Dino vor 65 Millionen Jahren verzweifelt am Krater stand. Und wir haben so ein Tier gestern an einen der Krater in der Ruhlsdorfer Straße in Teltow gestellt. Es handelt sich dabei um eine Landesstraße. Möglicherweise ist sie die kaputteste des Landes.

Wie berichtet hat Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) den Landesbetrieb Straßenwesen gebeten, Abhilfe zu schaffen. Es sei kaum noch möglich, diese Straße zu nutzen, ohne einer Gefahr ausgesetzt zu sein. Der Landesbetrieb hat auch reagiert: Er hat auf der etwa vier Kilometer langen Straße Tempo-30-Schilder aufgestellt, dazu das Schild „Achtung“ und den Hinweis auf Straßenschäden. „Das ist doch unheimlich nett, oder?“ kommentiert unser Leser Jan Enterlein. Er brauche jetzt noch länger, um nach Hause zu kommen. Nach den Beobachtungen von Herrn Enterlein ist die Straße von Tag zu Tag schlechter geworden. Er befürchtet: „Ich werde wohl bald meine Stoßdämpfer wechseln müssen.“

Tatsächlich ist die Straße nicht nur durch Frostaufbrüche kaputt. Sie ist grundsätzlich hinüber und erinnert an DDR-Zeiten. Besonders löchrig ist die Straße an den Seiten. Ausweichen ist oft nicht möglich, schließlich handelt es sich um die wichtige Südanbindung Teltows zur Landesstraße 40 und zur Bundesstraße 101. Es sind viele Laster und Autobusse unterwegs. Klar, dass bei so einer kaputten Straße über die Ränder eigentlich gar nicht geredet werden muss: Sie sind völlig ausgefranst. Motorradfahrer sollten die Piste sicherheitshalber auch mit 30 Kilometern pro Stunde nicht befahren – sie sollten sie ganz meiden.

Die Straße ist Gegenstand eines Gesprächs, das Bürgermeister Schmidt Mitte des Monats im brandenburgischen Verkehrsministerium vereinbart hat. MAZ-Leser Jan Enterlein und unzählige andere sind gespannt, was dabei herauskommt. (Von Stephan Laude)

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