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Potsdam Jeder Anruf eine Einladung
Lokales Potsdam Jeder Anruf eine Einladung
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10:36 14.06.2013
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Die erste Kulturloge entstand Ende 2008 in Marburg, mittlerweile gibt es bundesweit rund 30 dieser Logen. Das Potsdamer Projekt soll nach Angaben der Initiatorinnen Ricarda Schlegel, Luise Lützkendorf, Marta Majakova und Claudia Steinwegs Mitte April starten.

Zur Vorgeschichte gehört ein Seminar mit einer Aktivistin der Berliner Kulturloge, die mit 7500 Gästen und mehr als 60 ehrenamtlichen Helfern die größte Initiative dieser Art in der Bundesrepublik ist. In einer Befragung von Potsdamern in der Suppenküche und in der Arbeitsagentur erkundeten die Studentinnen zunächst das Interesse der potenziellen Gäste. Sie fragten auch nach dem mangels Nachfrage eingestellten Kulturticket für Potsdamer mit geringem Einkommen, bei dem Restkarten an der Abendkasse ermäßigt abgegeben wurden.

Der Vorteil der Kulturloge ist, dass sämtliche Formalitäten bereits vor dem Gang an die Abendkasse geklärt sind. Veranstalter informieren die Loge über Restkarten und freie Plätze, deren Helfer wenden sich telefonisch an die Gäste, die bei der Loge auch ihre Interessen etwa für Musik, Theater oder Sport angegeben haben. Die Eintrittskarten gibt es ohne weiteres Entgelt, auf Wunsch kann eine Begleitperson mitkommen.

Ein erster Runder Tisch mit potenziellen Unterstützern der Kulturloge fand nach Angaben der Studentinnen im November in der Villa Schöningen statt, die auch zu den ersten Partnern zählt. Weitere Partner sind die Biosphäre, das Filmmuseum, das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, das Kabarett „Obelisk“, das T-Werk und der Lindenpark, der SV Babelsberg, die Urania und der Volkspark. Hinzu kommen das Filmfestival Sehsüchte, die Musik an der Nikolaikirche, das Collegium musicum, das Naturkundemuseum, die Tanzfabrik, der Filmpark Babelsberg und die Höfischen Festspiele.

Neben den Kulturpartnern werden auch Sozialpartner gesucht, die den Kontakt zu den potenziellen Gästen herstellen. Dazu sollen Kontakte mit Initiativen wie der Potsdamer Tafel und Verbänden wie der Arbeiterwohlfahrt oder dem Paritätischen Wohlfahrtsverband geknüpft werden. Auch die ersten ehrenamtlichen Helfer sind nach Angaben der Initiatorinnen gefunden. Träger der Kulturloge Potsdam ist der am Studiengang Kulturarbeit gegründete Verein Neue Kulturwege. Die Potsdamer Kulturloge ist das erste studentische Projekt dieser Art. Die Macherinnen versichern, dass die Loge über ihre eigene Studienzeit hinaus Bestand haben soll. (Von Volker Oelschläger)

Wie eine Kulturloge funktioniert Idee ist es, Menschen mit geringem Einkommen eine unentgeltliche Möglichkeit zu bieten, wieder am kulturellen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können.

Interessierte Gäste melden sich schriftlich bei der Loge an, legen einen Einkommensnachweis vor, geben ihre kulturellen Vorlieben an und hinterlassen eine Telefonnummer. Die Angaben werden gespeichert.

Wenn Kulturplätze zur Verfügung stehen, laden Mitarbeiterinnen der Kulturloge die Gäste persönlich telefonisch ein. Gäste, die verbindlich den Besuch einer Veranstaltung zugesagt haben, werden beim Kulturpartner auf die Gästeliste gesetzt.

Am Einlass nennen sie ihren Namen und bekommen ohne weiteren finanziellen Beitrag die Eintrittskarte.

Entwickelt wurde das Konzept 2008 von der Kulturjournalistin Christine Krauskopf aufgrund der Beobachtung, dass es leere Plätze in Theatern und anderen Kultureinrichtungen gibt und Menschen, die sich eine Karte nicht leisten können. 2010 gründete sie in Marburg die erste Kulturloge.

Mittlerweile gibt es bundesweit 30 Kulturlogen, die größte davon in Berlin. 20 weitere befinden sich in Gründung. vo

Kontakt: 0152/54 07 29 87 oder über info@kulturloge-potsdam.de

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