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00:37 18.04.2018
Die Glas- und Gebäudereinigerin Claudia Kolb hat mit ihren Zwillingssöhnen Jakob (l.) und Georg auf Einladung von Kultür die Biosphäre besucht. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Mit einer „Pinken Parade“ durch die Innenstadt und einem „Intergalaktischen Marktplatz der Begegnung“ in der Schiffbauergasse feiert das Benefizprojekt „Kultür“ am 15. April seinen fünften Geburtstag. Gegründet wurde Kultür von Kulturarbeits-Studentinnen der Fachhochschule Potsdam, um freie Plätze in Kultur- und Sportveranstaltungen an Potsdamer mit geringem Einkommen zu vermitteln.

Seither wurden von mehr als 60 Kulturpartnern von der Schlössernacht über den SV Babelsberg 03 bis zum Lindenpark mehr als 16 300 Tickets bereitgestellt; 13 500 konnten an Gäste der Kultür weitergegeben werden. Mit einer Vermittlungsquote von mehr als 80 Prozent liege Potsdam weit über dem bundesweiten Durchschnitt ähnlicher Initiativen, sagte Eva-Maria Heß als ehrenamtliche Geschäftsführerin am Donnerstag zur Jubiläums-Pressekonferenz in der Biosphärenhalle.

Eva-Maria Heß und Eckhard Schaaf am Donnerstag in der Biosphäre. Quelle: Bernd Gartenschläger

Die Tropenwelt war einer der ersten Partner von Kultür. Geschäftsführer Eckhard Schaaf sagte am Donnerstag, er freue sich, mit Kartenspenden Potsdamern den Besuch zu ermöglichen, die sich das sonst nicht leisten könnten. Unter den Gästen war am Donnerstag auch die Glas- und Gebäudereinigerin Claudia Kolb (36) mit ihren Zwillingskindern Jakob und Georg (viereinhalb), die noch nie in der Biosphäre war, obwohl sie seit 15 Jahren in Bornstedt wohnt und ihre Kinder sich sehr für Tiere interessieren.

Gast von Kultür kann jeder Potsdamer bis zu einem Monatseinkommen von 940 Euro werden. „Ich wünsche mir, dass Kultür Potsdam als Türöffner fungiert“, sagt die Potsdamer Schauspielerin Isabell Gerschke als Schirmherrin des Projekts, „dass interessierte Menschen (wieder) mit Kultur verbindet, Spielstätten weiter belebt und der Spaltung der Gesellschaft ein Stück weit entgegenwirkt.“

Potenziell gebe es – Kinder eingerechnet – mehr als 30 000 Berechtigte, sagt Heß. 5800 Gäste habe Kultür mittlerweile, darunter 1190 Kinder, deren Interessen von Fußball über Puppentheater bis zum Kabarett in einer Datenbank gespeichert sind. Gehen Karten ein, können sie von den Helfern per Telefon gezielt eingeladen werden.

13 Ehrenamtliche sind laut Heß der harte Kern von Kultür. Viele von ihnen investieren bis zu 40 Stunden die Woche in das Projekt, wie Kristin Geschwäntner (39), die eigentlich bei der Potsdamer Tafel helfen wollte, dann aber „bei der Kultur gelandet“ ist, wie sie sagt. Sie pflegt unter anderem den Internetauftritt www.kultuer-potsdam.de.

Nach der Geburtstagsfeier am 15. April soll die Arbeit von Kultür neu geordnet werden, kündigte Heß am Donnerstag an. Mit einer Förderung von 43 000 Euro durch die Stadt für 2018/19 gebe es erstmals eine finanzielle Basis dafür.

Geburtstagsfest am 15. April und weitere Infos

Die „Pinke Parade“ unter anderem mit dem Fanfarenzug Potsdam, dem Teltower Karneval-Club am Sonntag, 15. April, beginnt 12.30 Uhr am Bildungsforum.

Zum „Intergalaktischen Marktplatz“ wird ab 14 Uhr in der Schiffbauergasse eingeladen. Im Programm u.a. Aktionsstände, Bastelangeboten, Sport, Bühne, Essen und Trinken kostenlos oder zu symbolischen Preisen.

Dabei sind unter anderem das Naturkundemuseum, der Ringerclub Germania, das mobile Theater RatzFatzPuppen und das Grundbildungszentrum.

Jüngster Partner von Kultür ist die Stadt- und Landesbibliothek. Zusätzlich zu kostenlosen Angebot für junge und ärmere Potsdamer gibt es jetzt Kultür-Freikarten. Premiere ist mit Tickets für die Digedag-Lesung am 20. April.

Mehr zu Kultür auf www.kultuer-potsdam.de und per Telefon 0331/58 29 39 76.

Von Volker Oelschläger

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