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Potsdam Jedermann-Festspiele zum zweiten Mal in Potsdam
Lokales Potsdam Jedermann-Festspiele zum zweiten Mal in Potsdam
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17:37 12.03.2019
Beteiligte an der Produktion 2019: Daniel Bandke (Videomapping), Schauspieler Ralph Morgenstern (Mammon), Timothy Peach (Jedermann) und Nicola Tegeler (Produktion, Guter Gesell) (v.l.) Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Im vergangenen Jahr war das Stück Jedermann von Hugo von Hofmannsthal in Potsdam ein voller Erfolg. Das will der Veranstalter, die Volksbühne Michendorf, im kommenden Herbst wiederholen. Im Jahr 1911 in Berlin uraufgeführt, handelt das Stück vom Sterben eines reichen Mannes, den niemand in sein Grab begleiten will, weder seine Freunde noch sein Geld.

Der Jedermann in Potsdam

Im Herbst spielt das Jedermann-Ensemble zum zweiten Mal in der St. Nikolai-Kirche. Das Festival geht über zwei Wochen und spielt an neun Abenden. Das ist ein Termin mehr als im vergangenen Jahr.

Es soll zur Tradition werden, nach den Vorbildern der Berliner Jedermann-Festspiele und natürlich der berühmten Salzburger Festspiele, wo der Jedermann seit 1920 bis heute jährlich gespielt wird.

Die Potsdamer Prämiere ist am 17. Oktober um 20 Uhr in der St. Nikolaikirche geplant. Tickets kosten 44 Euro und 33 Euro. Zu kaufen sind sie in der Touristinformation Am Alten Markt in Potsdam, Telefon: 0331 27 55 88 99 sowie bei der Volksbühne Michendorf, Telefon: 033205 26 81 88, E-Mail: kasse@volksbuehnemichendorf.de

Alte und neue berühmte Gesichter dabei

Auch für das diesjährige Potsdamer Jedermann-Festival stehen bekannte Darsteller auf der Bühne in der St. Nikolaikirche. Darunter Timothy Peach in der Hauptrolle des Jedermann. Peach ist vor allem bei TV-Zuschauern bekannt. Er spielte in hunderten Folgen der ARD-Serie „Rote Rosen“. Auch der ehemalige TV-Moderator Max Schautzer ist wieder dabei. Er spielt erneut die Rolle Gott und Glaube.

Neu im Ensemble ist Ralph Morgenstern. Er wird den Mammon mimen. Und Georgette Dee ist neu unter den Darstellern in der Potsdamer Jedermann-Produktion. Sie spielt den Tod. „Georgette Dee wir den Tod als sehr androgynes Wesen spielen“, sagt Produktionsleiter Nicolai Tegeler, der zudem den Guten Gesellen spielen wird. „Das wird sicher sehr spannend.“

„Dieses Stück entschleunigt“

Der Berliner Schauspieler Tegeler gehört zu den Hauptinitiatoren des Projektes. Er hat bereits mehrfach in Jedermann-Produktionen gespielt. Vor allem in Berlin. Dort lief das Jedermann-Festival von 1987 bis 2014 in drei verschiedenen Kirchen. „Wir wollen es anders als in Berlin machen. Moderner und zugänglicher für die Zuschauer“, sagt er.

Für ihn hat das Stück, obwohl es über 100 Jahre alt ist, nach wie vor nichts an seiner Aktualität verloren. „Unsere Zeit ist so schnelllebig und oberflächlich“, sagt er. „Und dieses Stück entschleunigt. Es zeigt uns, was im Leben wirklich wichtig ist: Die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Gesundheit.“

Ohne erhobenen Zeigefinger

Er hofft, dass die Inszenierung in diesem Jahr wieder ein großer Erfolg wird. „Wenn man es schafft, das Stück ohne erhobenen Zeigefinger zu inszenieren, dann erreicht man die Menschen auch.“ Tegeler ist fest davon überzeugt, dass dem Ensemble das im vergangenen Jahr ganz gut gelungen ist. „Man hat den Menschen angesehen, dass sie berührt waren.“

Regie führen wird, wie schon 2018, Christian A. Schnell von der Volksbühne Michendorf. Tegeler wird Co-Regisseur sein. Das Bühnenbild wird erneut minimalistisch immateriell sein. Auf dem Altar der St. Nikolaikirche wird eine Videoinstallation zu sehen sein. Musikalisch begleitet werden die Schauspieler auch in diesem Jahr wieder von dem St. Nikolai-Kantor Björn O. Wiede.

Von Annika Jensen

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