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Jetzt wird’s ernst – das FH-Gebäude kommt weg

Abriss des Potsdamer DDR-Traditionsbaus Jetzt wird’s ernst – das FH-Gebäude kommt weg

Zum Auftakt der Arbeiten am Montagmorgen versuchten Abrissgegner die Bauarbeiter zu verführen – mit reich gedecktem Frühstückstisch. Ab Januar wird der Bauzaun entlang der Friedrich-Ebert-Straße zur Ausstellungsfläche für die Open-Air-Schau der städtischen Jahreskampagne „1000 Jahre und ein Vierteljahrhundert“.

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Noch steht sie, die FH mit der Schauwand.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Innenstadt. Seit Montag läuft der Abriss des Fachhochschulgebäudes am Alten Markt. Im September 2018 ist der Bau, der von 1971 bis 1977 als Institut für Lehrerbildung errichtet und von Margot Honecker eingeweiht wurde, dann endgültig Geschichte. Von außen wird man von den Arbeiten allerdings bis März wenig wahrnehmen. Zunächst konzentriert sich alles auf den Innenbereich. Etwa 15 bis 20 Arbeiter sind vor Ort, um die teilweise schadstoffbelasteten Einzelteile – etwa das Dämmmaterial – und die Haustechnik auszubauen. Die Arbeiten an der Außenfassade beginnen Anfang März mit der Entfernung des Daches. Ab April startet der Rückbau der Gebäudekonstruktion von Nord nach Süd – also vom Bildungsforum in Richtung Landtag. Das Gebäude wird geschossweise abgetragen. Gesichert wird die Baustelle von einem Sicherheitsdienst, dessen Mitarbeiter rund um die Uhr vor Ort sind.

Blick auf das FH-Gebäude von der Friedrich-Ebert-Straße aus

Blick auf das FH-Gebäude von der Friedrich-Ebert-Straße aus.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Zum Baustart protestierten am Morgen etwa 20 Abrissgegner mit einer Aktion der besonderen Art – mit einem reich gedecktem Frühstückstisch. „Mit Kaffee und anderen Leckereien versuchten die Aktivisten und Aktivistinnen die Abrissarbeiter kulinarisch zu verführen und so von ihrer eigentlichen Lohnarbeit abzuhalten“, hieß es über die Aktion. Motto: „Der Abriss hat sich gegessen! Wir streuen Krümel ins Getriebe.“ Es werde nicht die letzte Aktion „im Sinne einer intensiven Begleitung dieser und anderer Abrissbaustellen“, so die Ankündigung der Kritiker. Ein paar Stunden später präsentierten dann Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos), Sanierungsträgerchefin Sigrun Rabbe und Stadtmarketingchefin Sigrid Sommer die Pläne für die nächsten Monate.

Ab Januar wird der Bauzaun entlang der Friedrich-Ebert-Straße zur Ausstellungsfläche für die Open-Air-Schau der städtischen Jahreskampagne „1000 Jahre und ein Vierteljahrhundert“. Etwa hundert Bilder greifen wichtige Potsdamer Ereignisse der vergangenen 25 Jahre auf. Am 20. Januar wird die Ausstellung im Rahmen der Veranstaltung „Unterwegs im Licht“ eröffnet. Der Zaun auf dem Alten Markt wird vom Sanierungsträger gestaltet. Dort wird es ab Ende November weiterführende Informationen zum Verfahren beim Bau der zwei neuen Wohnblöcke auf dem FH-Areal und zur Potsdamer Mitte geben.

Die „Rote Infobox“ am Alten Markt

Die „Rote Infobox“ am Alten Markt.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Bereits am 15. November öffnet am Alten Markt die „Rote Infobox“ des Sanierungsträgers ihre Türen. Dort werden die Bau- und Nutzungskonzepte gezeigt, die im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens für das neue Wohnkarree gegenüber vom Landtag ausgewählt worden sind. Baubeginn ist voraussichtlich im Sommer 2019.

Von Ildiko Röd

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