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Potsdam Jimmy übernimmt die Zillestube
Lokales Potsdam Jimmy übernimmt die Zillestube
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19:55 20.03.2017
Küchenchef Toni Azalini, Kellner Guiseppe Florentini und Inhaber Jimmy Belloni (v.l.) vor der Trattoria Zille in Babelsberg. Quelle: Foto: Marion Kaufmann
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Babelsberg

Pepe hofft, dass Matthias Platzeck mal wieder vorbeischaut, er ihm Carpaccio di Manzo oder Mozzarella Caprese auftischen kann. Der Ex-Ministerpräsident sei einmal sogar im Kirchsteigfeld gewesen, in der „Villa Verde“, etwa zwei Jahre sei das her. Aber jetzt, wo Platzeck quasi fast um die Ecke wohne, in Laufentfernung, „vielleicht“, meint Guiseppe Florentini, den alle Pepe nennen, „kehrt er jetzt mal in der Trattoria Zille ein“.

Die Alt-Ministerpräsidenten Matthias Platzeck und Manfred Stolpe, den amtierenden Regierungschef Dietmar Woidke (alle SPD), der damals noch Umweltminister war – Guiseppe Florentini hat sie alle schon bedient. Auch Bauträger Wolfhard Kirsch zählte er zu seinen Kunden, als er noch in Babelsberg als Kellner arbeitete. Von 1996 bis 2008 war Pepe im Service des italienischen Restaurants in Alt Nowawes, das damals noch Giardino hieß. „Egal, wo ich hier langlaufe, ich kenne die Leute und die Leute kennen mich“, sagt der 53-Jährige. Nun kehrt er nach Babelsberg zurück. Und zwar mit Jimmy Belloni, seinem Chef des Ristorante „Villa Verde“ im Kirchsteigfeld, das wie berichtet seit 16. März geschlossen ist. Im Neubaugebiet im Potsdamer Süden waren Jimmy und seine Truppe eine Institution. Die grüne Villa war das erste Restaurant, das 1997 im Kirchsteigfeld eröffnete. Und das einzige, wenn man von einem Dönerstand und einem Asiaimbiss mit Sitzmöglichkeit absieht. Doch auf Dauer fehlte die Laufkundschaft. Darum, so Jimmy Belloni (45), habe er sich anderswo umgesehen – und die Trattoria Zille, die ihren Namen behält, gefunden. Seit 15. März führt er nun das Lokal in der Karl-Liebknecht-Straße. Nicht nur Kellner Pepe, auch Küchenchef Toni Azalini (53) und einen weiteren Angestellten hat er mit nach Babelsberg genommen. Ein Keller der alten Trattoria wurde übernommen.

Viele Stammgäste im Kirchsteigfeld

Frischer Fisch, handgemachte Pasta, mediterrane Küche – damit will Jimmy in Babelsberg punkten. Seine Mutter ist Italienerin, sein Vater Kroate. Aber weil’s beim Essen nicht nur um Geschmack, sondern um gute Gespräche und ums Wohlfühlen geht, dürfte Pepe den ein oder anderen Gast in die Zillestube locken. Im Kirchsteigfeld war der Kellner, der weibliche Gäste gerne mit „Majestät“ und deren Nachwuchs mit „Prinzessin“ begrüßt, Kult. Seine Stammgäste aus der „Villa Verde“ werde er vermissen. „Man kennt sich ewig, weiß, wer wann Geburtstag hat.“ Mitunter gab es da auch komische Situationen. „Da kam eine Frau ins Lokal, man kennt sich seit Jahren“, erzählt Guiseppe. „Und, wo ist denn der Paul?“, habe er gefragt – einen kleinen Jungen vor Augen. „Da ist der Paul, er hat gerade Führerschein gemacht“, habe die Dame geantwortet und auf den jungen Mann neben sich gezeigt. Man ist – manchmal unbemerkt – zusammen groß geworden im Kirchsteigfeld. „Aber wenn man seine Arbeit liebt, macht man sie überall gut“, ist Guiseppe überzeugt. Deswegen rechnet er auch mit Stammgästen, die künftig für eine Pizza vom Kirchsteigfeld nach Babelsberg fahren. Oder mit alten Bekannten wie Matthias Platzeck, die es nun nicht mehr so weit haben, um mit ihm zu schnacken.

Im Kirchsteigfeld zieht ein Grieche ein

Der Neustart in der Trattoria Zille wird am 30. März ab 18 Uhr mit einem Büfett und Livemusik gefeiert.

Um Reservierung unter der Telefonnummer 0331/7 40 06 66 oder www.trattoria-zille.de wird gebeten.

Die „Villa Verde“ im Kirchsteigfeld hat seit 16. März geschlossen. Das Restaurant war 1997, zwei Jahre nach der Fertigstellung des Wohngebiets, eröffnet worden. 2008 wechselte der Betreiber.

Nach Auskunft des Vermieters, der in Wien ansässigen Conwert-Immobiliengruppe, soll in das Lokal in der Dorothea-Schneider-Straße 14 ein Grieche einziehen.

Wie die „Villa Verde“ hat auch die Trattoria Zille eine Sommerterrasse. Insgesamt stehen in Babelsberg 100 Innen- und 200 Außensitzplätze zur Verfügung. Die Zillestube hatte zuvor schon mehrmals den Betreiber gewechselt.

Von Marion Kaufmann

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