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Joop setzt sich für historische Mitte ein

Potsdam Joop setzt sich für historische Mitte ein

Er ist dafür, dass die Potsdamer Mitte historisch wiedergergestellt wird: Star-Designer Wolfgang Joop besuchte am Sonntagabend die Dinner-Demo von „Mitteschön“ am Alten Markt – und kommentierte die aktuelle Debatte gewohnt spitzzüngig. Ein „Geistermarsch“ von Gegnern des FH-Abrisses sorgte für Aufsehen.

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Karin Joop-Metz, Wolfgang Joop und Barbara Kuster (v.l.).

Quelle: Foto: Köster

Innenstadt. Prominente Unterstützung für die Bürgerinitiative „Mitteschön“: Star-Designer Wolfgang Joop hat am Sonntagabend gemeinsam mit seiner Ex-Frau Karin Joop-Metz eine Dinner-Demo der Initiative auf dem Alten Markt besucht. „Ich bin dafür, dass die Mitte historisch wiederhergestellt wird – gleichzeitig darf sie nicht nur ein Museum sein, sondern muss auch belebt sein“, sagte Joop zur MAZ.

„Keine Alternative“ zum historischen Wiederaufbau

Mit seinem Besuch wollte Joop, der seit kurzem im Krongut Bornstedt arbeitet, zudem an eine Tradition seiner Mutter anknüpfen. Charlotte Joop – sie lebte lange auf dem Familiensitz in Bornstedt – nahm vor zehn Jahren an einer der ersten Dinner-Demos der noch jungen Initiative „Mitteschön“ auf dem Alten Markt teil. 2010 verstarb sie im Alter von 94 Jahren. „Ich vertrete sie heute geistig und physisch“, betonte Joop. Der Designer und Karin Joop-Metz wollten mit ihrem Kommen auch Respekt für das langjährige Engagement von „Mitteschön“-Mitbegründerin Barbara Kuster und ihren Mitstreitern bekunden: „Wie sie sich immer wieder der Kritik stellen, ist bewunderungswürdig.“

Zur Entwicklung der Stadtmitte mit der Wiederannäherung an den historischen Grundriss gebe es „keine Alternative“, so Joop: „Die endlose Diskussion mit den alten roten Socken sind mühsam und längst ad acta gelegt.“ Auch mit dem Mercure-Hotel – dem vormaligen Interhotel – kann sich der Potsdamer nicht anfreunden. Sein spitzzüngiges Urteil über das Hochhaus: „Es wirkt wie eines dieser altmodischen bulgarischen Hotels, die der Grund sind, dass man die Strände Bulgariens nicht mehr aufsuchen will.“

Gespenstischer Protest der Abriss-Gegner

Mit ihrer Dinner-Demo wollte „Mitteschön“ demonstrieren, dass nicht alle Potsdamer gegen die Politik der Stadt und den Abriss der Fachhochschule seien, hatte Sprecherin Kuster im Vorfeld erklärt. Kurz nach Beginn des Dinners kamen rund 20 Gegner des FH-Abrisses – ganz in Schwarz gekleidet; mit weiß geschminkten Gesichtern – auf den Platz.

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Am 27. August 2017 hatte die Bürgerinitiative „Mitteschön“ zu einem „Demo-Dinner“ auf den Alten Markt geladen, um den Fortschritt bei der Wiederherstellung der historischen Mitte zu feiern. Viele folgten dem Aufruf – auch Gegner des Projektes.

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Der gespenstisch anmutende Gänsemarsch führte zunächst rund um die Tafelnden. Dann mischten sich die Abriss-Gegner unter die Dinner-Gäste, einige legten sich auf den Boden. Alles blieb friedlich – und stumm. Selbst als die Polizisten die Teilnehmer der Aktion wegtrugen, sagte keiner der Aktivisten ein Wort.

Von Ildiko Röd

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