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Joop trauert um seine zerstörten Skulpturen

Potsdam Joop trauert um seine zerstörten Skulpturen

„Das tut sehr weh“: Der Modeschöpfer Wolfgang Joop ist in der Nacht zu Freitag Opfer von Vandalen geworden. In seiner Abwesenheit zerstörten Unbekannte zwei Skulpturen im Garten seiner Villa Wunderkind. Der Schaden ist für Joop unermesslich, denn er selbst hatte die Skulpturen geschaffen.

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Wolfgang Joop wurde Opfer von Vandalen.

Quelle: EPA

Potsdam. Unbekannte Täter sind in Potsdam auf das Grundstück von Designer Wolfgang Joop (71) vorgedrungen und haben zwei Skulpturen zerstört. “Das tut sehr weh“, sagte Joop am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Er gehe davon aus, dass es sich um Vandalismus handele. “Solche Typen können mich emotional kaum erreichen“, betonte der Modeschöpfer. Er selbst war zum Zeitpunkt der Tat im Urlaub auf Ibiza.

Bei den zerstörten Skulpturen handelt es sich um eine Art Chimäre, die auf der Terrasse stand, und eine Büste mit Engelsfiguren. Sie wurden umgestoßen, wie Polizeisprecherin Jana Birnbaum berichtete. Den Engeln wurden dabei die Flügel abgerissen, der Chimäre fehlte nach dem Vorfall der Kopf. Joop, der auch als bildender Künstler und Maler erfolgreich ist, hat die Objekte selbst gefertigt.

Die Engels-Skulptur stand im Garten der Villa Wunderkind, die Chimäre auf der Terrasse

Die Engels-Skulptur stand im Garten der Villa Wunderkind, die Chimäre auf der Terrasse.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Die verschmolzenen Engelsfiguren mit je einem Flügel hat der Künstler nach eigenen Angaben geschaffen, bevor er sich 2003 in der Welt der Haute Couture mit seinem Label “Wunderkind“ zurückmeldete. “Sie sollten ein Symbol sein für die verletzten Teile Deutschlands, die zusammengefunden haben“, erklärte der Potsdamer, der 1998 in seine Geburtsstadt zurückgekehrt war. Die Skulptur stand auf seinem Grundstück am Ufer des Heiligen Sees - mit gesenkten Blick in Richtung Marmorpalais auf der gegenüberliegenden Seite.

Unermesslicher Schaden

Die Kriminalpolizei Potsdam ermittelt nun wegen Sachbeschädigung. Kriminaltechniker untersuchten den Tatort. Die Höhe des Schadens war zunächst nicht bekannt. Joop selbst bezeichnete ihn als “unermesslich“.

Er werde die Skulpturen aber nicht erneuern, sagte der 71-Jährige. Er habe gelernt, loszulassen. “Es gehört zu mir und meinem Leben, Abschied zu nehmen - und Neues zu suchen.“

Von MAZonline

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