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Potsdam Jubiläumsfest im ehemaligen KGB-Gefängnis
Lokales Potsdam Jubiläumsfest im ehemaligen KGB-Gefängnis
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07:03 08.12.2018
Ein Zellentrakt des früheren KGB-Gefängnisses in der heutigen Gedenkstätte Leistikowstraße in Potsdam. Quelle: dpa
Potsdam

Am 8. Dezember um 11 Uhr findet die Festveranstaltung zum zehnjährigen Bestehen der Stiftung Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam statt. Den Festvortrag in der Aula der Evangelischen Grundschule, Große Weinmeisterstraße 18, hält Bernd Faulenbach, Professor für Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Gestern würdigte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) die Einrichtung dafür, „einzigartiger authentischer Ort den Terror der sowjetischen Besatzungsmacht“ zu dokumentieren. „Sie leistet damit einen unverzichtbaren Beitrag in der Erinnerungsarbeit und zur Aufarbeitung dieses Unrechts“, so Grütters.

Kulturstaatsministerin Monika Gruetters . Quelle: imago/Eibner

Mit der Gründung der Stiftung Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam unter dem Dach der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten begann vor zehn Jahren der Aufbau einer modernen Gedenkstätte am Ort des ehemaligen Untersuchungsgefängnisses der sowjetischen Militärspionageabwehr in Potsdam.

„Auch wenn die Anfangsphase von zahlreichen Konflikten geprägt war, können wir nach zehn Jahren intensiver Arbeit feststellen, dass die damals getroffene Entscheidung sich bewährt hat“, sagt Axel Drecoll, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, „der zunächst mit großem ehrenamtlichem Engagement betriebene, in seiner beklemmenden Authentizität einzigartige Erinnerungsort ist heute ein modernes, zeithistorisches Museum und zugleich Ort der außerschulischen Bildungsarbeit sowie des Gedenkens.“

Das Gebäude des früheren KGB-Gefängnisses in der heutigen Gedenkstätte Leistikowstraße. Quelle: dpa

Mehr als 11.000 Besucher zählt die Einrichtung jährlich. Sie bietet bieten pädagogische Programme, Veranstaltungen und Ausstellungen an. „Doch wir haben noch sehr viel Arbeit vor uns. Immer noch gibt es viele unbekannte Häftlingsnamen und Schicksale“, sagt die Mitarbeiterin und Historikerin Maria Schultz, „zudem gilt es, neue Herausforderungen zu bewältigen, wie beispielsweise das absehbare Ende der Zeitzeugenschaft, die Diversität der Besucherinnen und Besucher mit ihren neuen Sehgewohnheiten, die stetig wachsende Sammlung von Objekten und die Digitalisierung.“

Von MAZonline

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