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Potsdam „Verstummung“ in der Fabrik
Lokales Potsdam „Verstummung“ in der Fabrik
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14:23 17.06.2015
Die Theatergruppe „Flutlicht“ zeigt das Stück „12 Stühle“. Quelle: Okev
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Potsdam

Die Kinder- und Jugendtheaterszene der Landeshauptstadt ist so vielgestaltig und kreativ, dass es an der Zeit wäre, dafür den Weltkulturerbe-Status zu beantragen. Allein unter dem Dach des Offenen Kunstvereins tummeln sich ein halbes Dutzend eigenständige Theatergruppen, die sich nun wieder mit einer Reihe von Neuproduktionen vorstellen.

Eröffnet wird der Premierenreigen am Donnerstag um 20 Uhr mit dem Stück „Verstummung“ der Theatergruppe „i EX IT!“ in der Fabrik, Schiffbauergasse, eine Inszenierung nach Motiven aus „Die Pest“ von Albert Camus. Regisseurin Karin Rehbock schwärmte vom Einfallsreichtum der zwischen 15 bis 19 Jahre alten Jugendlichen, die Camus Vorlage als einen wahren Albtraum gestaltet hätten. Eigene Videoeinspielungen und bearbeitete Filmsplitter seien für diese Inszenierung entstanden und würden zusammen mit selbst komponierter Livemusik für zusätzliche Dramatik sorgen.

In zwei Wochen wird die Gruppe mit ihrem im vergangenen Jahr vorgestellten Stück „Who’s d(e)ad?“ beim deutsch-polnischen Theaterfestival in der kleinen Oderstadt Police (Pölitz) auftreten.

Bereits seit vier Jahren gibt es die von Nathalie Fribourg und Laura Thyrolf geleitete Gruppe „Tabularasa“. 17 Akteure zwischen 13 und 15 Jahren haben bislang fünf Inszenierungen realisiert. Das aktuelle Stück „Das Dorf der Sünde“, eine skurrile Mittelaltergroteske, hatte bereits im Februar erfolgreich Premiere. Es entstand in einem bizarren Rollenfindungsprozess,bei dem die Kids zuerst ihre Lieblingsrollen benannten. Danach wurden mögliche Orte und Zeiten definiert, die zu den Rollen passten. Ganz zum Schluss erst entwickelten die Spieler noch eine stimmige Handlung. Das Resultat kann sich wahrlich sehen und hören lassen. Tumult und Action rund um ein lesbisches Königspärchen und deren adoptierte Kinder Rosalind und Hope.

Keine reinen Phantasieszenarien, sondern eine Gaunerkomödie mit geschichtlichem Hintergrund hat sich das 17-köpfige Ensemble mit dem vielversprechenden Namen „Flutlicht“ für die bevorstehende Premiere am 19. Juni um 20 Uhr im T-Werk in der Schiffbauergasse ausgesucht. „12 Stühle“ nach dem Roman von Ilja Ilf und Jewgeni Petrow spielt im nach-revolutionären Russland. Eine sterbende Adlige beichtet auf dem Sterbebett dem Priester und ihrem Schwiegersohn, dass sie Diamanten im Polster eines ihrer zwölf von den Bolschewiken beschlagnahmten Stühle versteckt hatte. Die Regisseure Nikki Bernstein und Ivaylo Tsekow haben die Geschichte nicht nur mit einem neuen Finale bereichert, sondern sie bei der Gelegenheit auch durch Klavier und Gesang ergänzt.

Mit „Ramsch“ von „Tarántula“ steht noch eine weitere Jugendtheaterproduktion des Offenen Kunstvereins im Premierenkalender. Erstmals ist die Inszenierung am 1. Juli um 20 Uhr im Spartacus-Klub auf dem Freiland-Gelände zu erleben. Weitere Termine sind am 2. Juli um 19 und 21 Uhr.

Im September soll unter dem Dach des offenen Kunstvereins eine weitere Theatergruppe für junge Menschen ab acht Jahren gegründet werden.

Von Lothar Krone

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