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Potsdam Jungfernsee-Panoramaweg bleibt für Durchgangsverkehr gesperrt
Lokales Potsdam Jungfernsee-Panoramaweg bleibt für Durchgangsverkehr gesperrt
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20:27 16.05.2013
POTSDAM

Fünf Anlieger, die eine Öffnung der Uferstraße erreichen wollten, sind gestern vor dem Verwaltungsgericht abgeblitzt. Das Gericht hat nicht einmal eine Berufung gegen seinen Spruch zugelassen. Grundsätzliche Rechtsfragen seien nicht berührt, hieß es in der Begründung. Das heißt: Die Uferstraße bleibt durch Poller blockiert, kann also auch weiter nicht als Schleichweg genutzt werden, um Staus auf der Nedlitzer Straße zu umfahren.

„Der beliebte Fuß- und Radweg wird keine Durchgangsstraße. Das ist eine gute Sache“, sagte Stadtverwaltungssprecherin Regina Thielemann. Die Sperrung sei „aus Gründen der Verkehrssicherheit“ geboten. Die Straße ist vor der Villa sehr schmal, Konflikte zwischen Fußgängern und Radlern auf der einen sowie Autofahrern auf der anderen Seite will die Stadt so vermeiden.

Die Panorama-Straße am Seeufer erreicht vor der Villa Gutmann ihren höchsten Punkt. Die Landschaftsgestaltung geht auf Peter Joseph Lenné zurück.

Das Gericht begründete seine klare Haltung unter anderem so: Die Villenbewohner aus „Nord-Pollern“ seien gar nicht klageberechtigt, denn sie seien Anlieger des Bertiniwegs, nicht der Bertinistraße. Ihre Grundstücke seien voll zugänglich und nutzbar – eben nur von Norden her, also über die Fritz-von-der Lancken-Straße. Zu den Klägern gehören eine Galerie, die sich von möglichen Besuchern abgeschnitten sieht, und die Eigentümer der wiedererrichteten Villa Jacobs.

Viele Bürger aus „Süd-Pollern“ waren im Verhandlungssaal, denn sie befürchteten, dass künftig Stauvermeider durch die vom Verkehr ohnehin schon schwer belastete Nauener Vorstadt fahren könnten.

Unter den Prozessbeobachtern waren auch die Schauspielerin Nadja Uhl und ihr Mann Kay-Patrick Bockhold, die wegen der Sperrung seit Jahren im Clinch mit ihren Nachbarn liegen – Uhls und Bockholds Villa liegt am Ende der durch die Poller geschaffenen beiden Sackgassen in nun garantiert ruhiger Lage.

Die Schauspielerin und ihr Mann waren, weil sie sich für die Sperrung der Straße vor ihrem Anwesen eingesetzt hatten, teils heftig angefeindet worden. Polizei, Staatsanwälte und Bauamt wurden in den Nachbarschaftsstreit eingeschaltet. Die Details variieren je nach Blickwinkel. Der Streit war als einer „zwischen Schönen und Reichen“ betitelt worden – nicht ganz zutreffend, da es auf beiden Seiten Reichtum und Schönheit gibt.

„Wir sind erschöpft und glücklich und hoffen nun auf das Ende dieses sehr persönlich ausgetragenen Konflikts“, sagte Nadja Uhl nach der Urteilsverkündung. Der Anwalt der Klägerseite, Remo Klinger, war gestern nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. (Von Ulrich Wangemann)

Einen Verein zur „Rettung der Lichtspielkultur“ will Dieter Wiedemann, ehemaliger Präsident der Filmhochschule „Konrad Wolf“, gründen. „Es gibt so viele leere, ungenutzte Kinos“, sagte der 66-Jährige gestern der MAZ.

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