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Justizminister Maas: „Die AfD ist rassistisch“

Besuch im Bertha-von-Suttner-Gymnasium Justizminister Maas: „Die AfD ist rassistisch“

Hoher Besucher am Bertha-von-Suttner-Gymnasium in Potsdam. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat dort am Dienstag mit Schülern über Rechtsextremismus diskutiert. Dabei sind auch die Ereignisse in Sachsen angesprochen worden. Hierzu hat Maas eine deutliche Meinung. Auch zu einer Partei fand er klare Worte.

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Heiko Maas (mit Anzug) im Mittelpunkt eines Selfies.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Nach den ausländerfeindlichen Ausschreitungen gegen Flüchtlinge in Sachsen hat Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) ein entschiedeneres Auftreten der Politik gefordert. „Da gibt es einiges, was in letzter Zeit in Sachsen geschen ist, wo ich mir jedes Mal gewünscht hätte, dass es so klare Aussagen gegeben hätte, wie es jetzt aktuell der Fall gewesen ist“, sagte der Minister am Dienstag nach einer Diskussion mit Schülern im Potsdamer Bertha-von-Suttner-Gymnasium. Vergangenen Donnerstag hatten etwa 100 Menschen in Clausnitz lautstark die Ankunft von Flüchtlingen blockiert. Am Wochenende bejubelten Schaulustige einen Brand in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Bautzen.

Maas: „Das darf nicht einfach unkommentiert bleiben“

Allerdings sei auch die Zivilgesellschaft gefordert, betonte Maas: „Diejenigen die da zuschauen, wenn Häuser brennen, die da grölen, wenn Flüchtlingsbusse kommen, die müssen sich in unserer Gesellschaft unangenehmen Fragen stellen, von denen, die sie kennen“, sagte Maas. „Das darf nicht einfach unkommentiert bleiben.“

AfD könnte laut Maas bald Fall für den Verfassungsschutz sein

Mit scharfen Worten kommentierte Maas in der Diskussionsrunde die wachsenden Umfragewerte der AfD vor den kommenden Landtagswahlen im März. „Ich glaube die AfD ist rassistisch, aber sie wird nicht unsere Demokratie und unseren Parlamentarismus kaputtmachen“, sagte Maas. „Man muss sie entlarven, als das, was sie sind: Als Rassisten und Hetzer, die auf dem Rücken der Flüchtlinge Politik machen wollen.“

Neben Schülern wollten auch Pressevertreter einiges von Maas wissen

Neben Schülern wollten auch Pressevertreter einiges von Maas wissen.

Quelle: dpa-Zentralbild

Der Minister sieht allerdings auch Hinweise auf mögliche verfassungsfeindliche Tendenzen der AfD. „Wenn aus der AfD es Aussagen gibt, dass auf Flüchtlinge an der Grenze, auf Frauen und Kinder geschossen werden soll, dass Barack Obama ein „Quotenneger“ ist, dann sind das fremdenfeindliche und rassistische Äußerungen“, sagte Maas. „Und dann ist das ein Hinweis darauf, dass sich die AfD zumindest auf dem Weg befindet, ein Fall für den Verfassungsschutz zu werden.“

Von dpa

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