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Potsdam Juwelenräuber beim Tanken geschnappt
Lokales Potsdam Juwelenräuber beim Tanken geschnappt
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07:33 29.04.2016
An dieser Tankstelle ist der Juwelendieb festgenommen worden.   Quelle: Julian Stähle
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Potsdam

 Schon wieder am helllichten Tag, schon wieder in einer belebten Straße: Am Donnerstagnachmittag ist der Juwelier Pandora in der Fußgängerzone überfallen worden. Es war bereits der zweite spektakuläre Schmuckraub in Potsdam innerhalb kurzer Zeit. Vor vier Monaten hatten Räuber den Babelsberger Juwelier Goldmann überfallen. Zahlreiche Passanten waren Zeugen des Überfalls.

Auch am Donnerstag blieb die Attacke in der Brandenburger Straßen zur besten Einkaufszeit nicht unbeobachtet. Gegen 15.15 Uhr stürmt ein Vermummter mit einer Waffe in das Geschäft, fordert ein der beiden Verkäuferin auf, Schmuck aus einer Vitrine herauszugeben. Der Mann packt die Beute in eine Tasche, flüchtet aus dem Laden. Ein Zeuge beobachtet, wie der Täter Richtung Dortustraße rennt und dort in sein bereitgestelltes Auto springt. Der Zeuge notiert geistesgegenwärtig das polnische Kennzeichen, schießt ein Bild mit seinem Handy und informiert sofort die Polizei. Die nimmt die Verfolgung Richtung über die B 1 auf. Offenbar hat der Verdächtige seine Flucht nicht perfekt geplant: An der Aral-Tankstelle in Werder muss er tanken. Vier Streifenwagen rollen an. Noch an der Zapfsäule: Zugriff! Im Opel, der als Tatfahrzeug sichergestellt wird, finden die Beamten geraubten Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro und eine Softairwaffe, also den täuschend echten Nachbau einer echten Schusswaffe. Der 27-Jährigewird sofort per Gefangenentransporter nach Potsdam zur Vernehmung gefahren. „Hinweise auf Komplizen gibt es bislang nicht“, so Detlef Bücker von der Polizei in Potsdam.

Schmuck im Wert von 15.000 Euro bei Juwelier-Raub erbeutet

Am 9. Januar, einem Samstag, hatten zwei Maskierte am späten Vormittag die Filiale des Juweliers Goldmann in der Rudolf-Breitscheid-Straße 31 überfallen und flüchteten Richtung Voltastraße.

Zwei Komplizen warteten dort einem roten Audi Coupé. Die Bande raste über die Nutheschnellstraße stadtauswärts.

Zahlreiche Passanten wurden Zeugen des Überfalls und der Flucht.

Schmuck im Wert von rund 15 000 Euro ließen die Räuber mitgehen. Die Verkäuferin erlitt einen Schock.

 

Nach MAZ-Informationen hat der Verdächtige den Juwelier vorher ausspioniert. Er sei in den Tagen vor dem Überfall mehrmals unmaskiert im Laden gewesen. Die Verkäuferin habe ihn erkannt. Zudem soll der Mann auf Überwachungsvideos aus dem Geschäft zu sehen sein. Der Juwelier will sich zu dem Überfall nicht äußern.

Im Juwelier sind Spuren gesichert worden. Quelle: Julian Stähle

Ob es einen Zusammenhang zu dem Überfall im Januar in Babelsberg gibt, ist bislang unklar. „Derzeit gibt es keine Anhaltspunkte dafür“, so Detlef Bücker. Wie berichtet, war das Fluchtauto der mutmaßlichen Diebe bereits im Februar gefunden worden. Zum Fundort schweigen die Ermittler. Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelte gegen mehrere Beschuldigte, eine Verhaftung gab es bislang aber nicht.

Von Marion Kaufmann

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