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Kahlschlag an der Bornimer Kirche

Bäume wegen Unfallgefahr gefällt Kahlschlag an der Bornimer Kirche

Der Laternenumzug war zu Ende, die Kinder mit ihren bunten Lampions nach Hause getippelt – da krachte es plötzlich an der Bornimer Kirche. Ein Baum war umgefallen. Nicht der erste. Die Gemeinde war alarmiert. Jetzt waren die Männer mit den Motorsägen da und machten kurzen Prozess. Doch auf die alten Bäume sollen bald neue folgen.

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Der Anblick der frei stehenden Bornimer Kirche ist ungewohnt.

Quelle: Christel Köster

Bornim. Kahlschlag rund um die Dorfkirche in Bornim: In den vergangenen Tagen sind dort 15 Bäume gefällt und sechs erheblich zurückgeschnitten worden. Aus gutem Grund, wie die Vorsitzende des Gemeindekirchenrates erklärt. „Im vergangenen Jahr sind uns zwei große Bäume umgefallen, der letzte nach einem Laternenumzug für die Kinder“, sagt Brigitte Neumann. „Es ist zum Glück nichts passiert – aber es hat uns einen gehörigen Schrecken versetzt und wir waren alarmiert.“

Fäule, Pilz und Altersschwäche machten den Bäumen zu schaffen

Die Gemeinde habe die Bäume nach dem letzten Vorfall im Oktober untersuchen lassen – und direkt die Fällgenehmigung bei der Stadt beantragt. Diese attestierte, dass die Bäume nicht nur voller Totholz waren, sondern auch unter fortgeschrittener Fäule und Pilzbefall litten, ihre Lebenserwartung erreicht und teils sogar überschritten hatten. „Pünktlich zu Weihnachten haben wir die Genehmigung erhalten“, sagt Brigitte Neumann. An Heiligabend, als die Kirche besonders voll war, konnten die Mitglieder der Gemeinde gewissermaßen Abschied von den alten Freunden nehmen.

Im Frühjahr wird das Kirchendach neu gedeckt

Jetzt kamen die Männer mit der Motorsäge und machten Kleinholz. Der Anblick der Kirche ist seither ungewohnt. Freie Sicht – das hat es an der prägnanten Ecke in Bornim wohl vor 60, 70 Jahren zum letzten Mal gegeben. „Unsere Kirche wirkte hinter dem dichten Grün ja immer ein wenig verwunschen“, sagt Brigitte Neumann wehmütig. „Wir wollen unbedingt versuchen, sechs Linden zu erhalten.“ Die Bäume seien deshalb lediglich geköpft worden. „Im Frühjahr treiben sie hoffentlich neu aus.“ Sorge bereiten hingegen die Finanzen. Mit weit mehr als 10000 Euro schlagen die Fällarbeiten zu Buche. „Ein riesiger Posten, den wir so nicht eingeplant hatten“, sagt Brigitte Neumann. In diesem Jahr stehen zudem Bauarbeiten an. Das Kirchendach wird neu gedeckt. Und auch der Baumbestand wieder aufgeforstet. Bis November 2016 soll und will die Gemeinde 18 neue Bäume pflanzen.

Von Nadine Fabian

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