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Kaisergeburt – Zusehen und Mitmachen

Klinikum in Potsdam Kaisergeburt – Zusehen und Mitmachen

Beim Kaiserschnitt mitmachen und gucken, wie das Baby aus dem Bauch kommt – das können Mütter jetzt bei der sogenannten Kaisergeburt. Seit Juli bietet das Klinikum als erstes Krankenhaus in Brandenburg ein – trotz des chirurgischen Eingriffs – „intensiveres Geburtserlebnis“ an.

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Die Kaisergeburt von Susanne Mießners Sohn Till, der am Donnerstag im Klinikum Ernst von Bergmann auf die Welt kam.

Quelle: privat

Potsdam. Beim Kaiserschnitt mitmachen und gucken, wie das Baby aus dem Bauch kommt – das können Mütter jetzt bei der sogenannten Kaisergeburt. Seit Juli bietet das Klinikum als erstes Krankenhaus in Brandenburg ein – trotz des chirurgischen Eingriffs – „intensivere Geburtserlebnis“ an. Medizinisch unterscheide sich die Kaisergeburt vom Kaiserschnitt zwar nicht, so Gynäkologie-Chefarzt Dr. Bernd Köhler, doch die Mutter könne erleben, wie ihr Baby auf die Welt kommt – erster Blick in die Äuglein inklusive. Zuvor werden die Mütter gebeten, mitzupressen, um die Geburt zu unterstützen. Eine Kaisergeburt wird genauso ausgeführt wie ein Kaiserschnitt – per Rückenmarksnarkose. Im Augenblick der Geburt wird das OP-Tuch herunter genommen.

Bindung zwischen Mutter und Kind stärken

20 Frauen haben das neue Angebot im Klinikum bereits angenommen. Die natürliche Geburt „steht immer an erster Stelle, auch bei der Entbindung von Zwillingen und Beckendlagen“, sagte Dr. Dorothea Fischer am Montag bei der Präsentation. Ein Kaiserschnitt lasse sich jedoch nicht immer vermeiden. Die Kaisergeburt trage dazu bei, die Bindung zwischen Mutter und Kind zu stärken. „Wir wollen das Geburtserlebnis so nah und intensiv wie möglich gestalten“, so Dorothea Fischer, seit zwei Wochen leitende Chefärztin der Gynäkologie und Geburtshilfe.

Susanne Mießner mit Till und dem Chefarzt-Duo Dorothea Fischer und Bernd Köhler

Susanne Mießner mit Till und dem Chefarzt-Duo Dorothea Fischer und Bernd Köhler.

Quelle: Köster

„Ich hatte zuerst ein bisschen Angst, habe dann aber mitgepresst“, erzählte Susanne Mießner, die am vergangenen Donnerstag Till (4250 Gramm, 50 Zentimeter) per Kaisergeburt auf die Welt brachte. Auch Tills Vater André Hermanowski war bei dem großen Moment dabei. „Es war toll: Beim ersten Schrei hab ich meinem Sohn gleich in die Augen blicken können“, schwärmte die 25-Jährige. Notwendig geworden war der Kaiserschnitt unter anderem, weil die Potsdamerin an Schwangerschaftsdiabetes litt. Schon Susanne Mießners erstes Kind Ben (3) wurde per Kaiserschnitt geboren – ein Notfall, da sich bei dem Kleinen die Nabelschnur viermal um den Hals gewickelt hatte. „Damals ist halt irgendwas hinter dem Tuch passiert, aber sehen konnte ich ja nichts“, bedauerte die Callcenter-Mitarbeiterin.

Hebammenverband schlägt Alarm

Beim Deutschen Hebammenverband befürchtet man, dass wegen der Kaisergeburten die Zahl von „Wunsch-Kaiserschnitten“ steigt. Dem widerspricht Köhler. „Wir haben in unserem Haus ohnehin eine niedrige Kaiserschnittrate von 26 Prozent.“ Meist müsse man sich während einer spontanen Geburt aus medizinischen Gründen zu einem Kaiserschnitt entschließen. Werdende Eltern werden über verschiedene Entbindungsmöglichkeiten aufgeklärt.

Von Ricarda Nowak

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