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Potsdam Neuer Versuch im Kampf gegen Hundekot
Lokales Potsdam Neuer Versuch im Kampf gegen Hundekot
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00:43 25.08.2014
Idealfall in Babelsberg: Auf dem Neuendorfer Anger steht in Sichtweite der Kirche ein ordentlicher und gut bestückter Tütenspender mit Abfallbehälter. Schilder warnen davor, die Rasenfläche auf dem Anger als Hundetoilette zu nutzen. Quelle: Rainer Schüler
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Potsdam

Die anhaltende Diskussion um die "Hundetoiletten" veranlasst die Stadtverwaltung zu einer Bestandsaufnahme. Derzeit werden alle Standorte und ihr Zustand erfasst, um zum Jahresende zu wissen, ob die Tütenspender ausreichen oder an welchen Stellen neue aufgestellt werden. Sollte der Bedarf zwingend sein, muss Geld dafür beschafft werden. Die Stadtverordneten bekommen das Konzept im vierten Quartal 2014 vorgelegt und entscheiden dann.

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Das heutige Netz der Tütenspender umfasst 30 städtische und ein Dutzend privater Standorte. Die städtischen Spender sind ab 2011 aufgestellt worden, 24 Stück zunächst mit Abfallbehältern daran und dort, wo es die häufigsten Beschwerden über den Hundekot auf der Straße gab. So wurden neben den Bereichen Potsdam-West und Babelsberg auch in der Wilhelm-Staab-, der Linden-, der Hermann-Elflein-, der Gutenberg- und der Hebbelstraße sowie an der Hegelallee und der Allee nach Sanssouci solche Hundetoiletten aufgestellt und deren periodische Entleerung und Versorgung mit neuen Beuteln sichergestellt. In Potsdam-West war insbesondere der Verein Brandenburger Vorstadt maßgeblich an der Bestimmung der Standorte in diesem Bereich beteiligt.

Die Stadt hat ihre Hundetoiletten fast nur in der Brandenburger Vorstadt und Potsdam-West (links), in der City (Mitte) und in Babelsberg (rechts).Mit Klick aufs Bild die Karte vergrößern. Quelle: Karte: MAZ
Peinlich: Am Hirtengraben im Kirchsteigfeld haben Anwohner die lange defekte Toilette zugeklebt. Quelle: Rainer Schüler

Die Beseitigung von Hundekot beschäftigt und quält die Stadtverwaltung schon seit Jahren. So hatte man eine spezielle Reinigungsmaschine gekauft, die aber enorme Probleme etwa mit den Baumwurzelbereichen hatte und nach 18-monatiger Arbeit wieder abgeschafft wurde. Den Aufbau und die Instandhaltung für die Anlagen im öffentlichen Raum übernimmt die Stadt. Die Errichtung des Tütenspenders kostet etwa 900 Euro, der Abfallkorb dazu weitere 860 bis 1900 Euro. Der Unterhalt für den Tütenspender kostet etwa 300 Euro im Jahr, die des Abfallkorbes 500 Euro. Eine Anlage mit Tüten und Abfallkorb kostet somit einmalig ab 1760 Euro sowie jährlich 800 Euro für das Auffüllen des Spenders und das Entleeren des Korbes. Zu einer spürbaren Verbesserung des Straßen- und Wegebildes haben die Tütenspender nach Einschätzung der Stadt bisher nicht geführt. Nach Erfahrung des Ordnungsamts haben die meisten Hundehalter zwar Tüten dabei, einige sind jedoch zu bequem, die Hinterlassenschaften wegzumachen.

Von Rainer Schüler

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