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Potsdam Kampf um Babelsberger Wald geht weiter
Lokales Potsdam Kampf um Babelsberger Wald geht weiter
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16:43 03.12.2018
Mehr als 300 Potsdamer fuhren Anfang September mit ihren Rädern durch Potsdam, um für den Erhalt des Babelsberger Waldes an der Tramwendeschleife zu protestieren. Quelle: Jonas Nayda
Babelsberg

Die Bürgerinitiative „Babelsberger-Wald-Muss-Bleiben“ fordert die Stadtverordneten auf, den Wald von Prüfungen für den Bau weiterer Sportstätten explizit ausschließen. Die BI hat bereits mehr als 4600 Stimmen für den Erhalt des Waldes gesammelt. Sie verweist dabei auch auf den neuen Aktionsplan zur Umsetzung des Masterplans Klimaschutz, den die Potsdamer Stadtverwaltung im November vorgelegt hat und der vom Bund finanziell gefördert wird.

„Der Wald ist Naherholungsgebiet, Frischluftschneise für ganz Babelsberg, Klimafaktor und eine innerstädtische Ökoinsel“, so die Bürgerinitiative. „Es kann nicht sein, dass die Kommunalpolitik einerseits Klimaschutz ein starkes Gewicht einräumt und dafür Fördergelder des Bundes erhält, und andererseits ihren eigenen innerstädtischen Wald opfert“, schreibt die Bürgerinitiative.

In der Stadtverordnetenversammlung am 5. September hatten sich die Linke, die Grünen und die Fraktion die Andere für den Erhalt des Waldes ausgesprochen. SPD, CDU und Bürgerbündnis/FDP hielten dagegen daran fest, die Eignung des Waldes für den Bau von Sportstätten prüfen zu lassen.

Auch in den Fachausschüssen für Bauen sowie Bildung und Sport im Oktober und November kam es zu kontroverser Diskussion zwischen den Fraktionen. Der aktuellste, von der CDU-Fraktion eingebrachte Antrag sieht nun eine auf das ganze Stadtgebiet ausgedehnte Prüfung der Frage vor, wo „Potenziale für den Potsdamer Sport“ erschlossen werden können.

SPD und CDU/ANW hatten das Waldgebiet an der Tram-Wendeschleife zwischen Fontanestraße und den Sportplätzen des FSV Babelsberg 74 bereits im Mai 2018 als potenzielle Fläche für Sportplätze ins Spiel gebracht.

Von Jens Trommer

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