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Karl Marx will die Weltkugel

Neue Heimat für abgeräumte Stahlskulptur in Potsdam Karl Marx will die Weltkugel

Die heimatlose Stahlskulptur „Transparente Weltkugel“ mit dem Zitat aus der berühmten Feuerbachthese von Karl Marx könnte doch noch einen neuen Platz in der Potsdame Innenstadt bekommen Die Wohnungsbaugenossenschaft „Karl Marx“ hat beim Rathaus Interesse an einer Übernahme des Kunstwerks angemeldet.

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Die „Transparente Weltkuel“ vor ihrer Demontage 2010.

Quelle: Roland Schulze

Potsdam. Die Wohnungsbaugenossenschaft „Karl Marx“ hat der Stahlskulptur „Transparente Weltkugel“ von Günter Junge Asyl in der Innenstadt angeboten. Mögliche Plätze für das Kunstwerk, das seit seiner Demontage 2010 auf dem städtischen Bauhof in Drewitz abgelagert ist, könnten demnach die Burg- und die Juliot-Curie-Straße nahe der Alten Fahrt oder das Wohngebiet an der Neustädter Havelbucht sein. Kulturamtsleiterin Birgit-Katherine Seemann gab die überraschende Offerte im Kulturausschuss bekannt.

Die Kugel mit ihren fünf Metern Durchmesser stand seit 1977 neben der Stadt- und Landesbibliothek in den Grünanlagen an der Friedrich-Ebert-Straße. Um den Äquator wand sich Marx’ berühmte Feuerbachthese „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert...“, während der Schlussvers „Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis“ aus Goethes Faust II als Doppelmeridian umlief. Nach der Neugestaltung des Quartiers am Bildungsforum gibt es dort keinen Platz mehr für die Skulptur. Wo sie stand, soll ein Wohnhaus gebaut werden.

Der Verwaltung und der Beirat für Kunst im öffentlichen Raum empfehlen, die Weltkugel auf dem Hof des Oberstufenzentrums in der Jägerallee aufzustellen. In der Innenstadt gebe es keinen Platz mehr dafür. Politiker der Linken und der Fraktion Die Andere bezweifeln das. Nun soll zunächst das Angebot der Wohnungsbaugenossenschaft geprüft werden.

Von Volker Oelschläger

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