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Kein Bier mehr am Bürgershof in Klein Glienicke

Schluss am 4. Oktober 2017 Kein Bier mehr am Bürgershof in Klein Glienicke

Eine schlechte Mitteilung für Biertrinker und Freunde der gepflegten Biergarten-Kultur: Ab 4. Oktober wird das beliebte Ausflugslokal „Bürgershof“ im Potsdamer Stadtteil Klein Glienicke seine Pforten schließen. Offenbar endgültig. Der Besitzer plant, dort Wohnungen zu bauen.

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Blick auf den Bürgershof in Klein Glienicke.

Quelle: Christel Köster

Babelsberg. Eine schlechte Mitteilung für Biertrinker und Freunde der gepflegten Biergarten-Kultur: Ab 4. Oktober wird das beliebte Ausflugslokal „Bürgershof“ in Klein Glienicke seine Pforten schließen. Offenbar endgültig. Darauf weist ein Zettel im Schaukasten hin: „Liebe Gäste, ab dem 4. Oktober stellen wir den Betrieb ein... Wir bedanken uns herzlich für Ihre jahrelange Treue & Besuche im Bürgershof. Wir freuen uns, Sie weiterhin im Loretta am Wannsee begrüßen zu dürfen.“

Gerüchte, dass der Eigentümer des Areals – die in Berlin ansässige Hotel Restaurant Bürgershof GmbH – die traditionsreiche Ausflugsgaststätte mit ihren 600 Sitzen am Ufer der Glienicker Lake schließen und dort Wohnungen bauen lassen will, tauchten bereits im Herbst des vergangenen Jahres auf. Die Stadt Potsdam bestätigte, dass für das Areal zwei Bauvorbescheidsanträge für die Errichtung von zwei Mehrfamilienhäusern vorliegen. Offen blieb jedoch, ob und inwieweit das Lokal unter Denkmalschutz steht, ob Abriss und Neubau genehmigt würden und ob das Bauvorhaben mit dem Uferwegekonzept der Stadt vereinbar ist. Die Potsdamer Denkmalpflege und der Eigentümer sahen die Dinge jedenfalls unterschiedlich, weshalb 2008 das Potsdamer Verwaltungsgericht ein Urteil fällte. Doch auch das wird offenbar je nach Sichtweise interpretiert.

Der Bürgershof wurde 1873 errichtet

Der Bürgershof war im Jahr 1873 errichtet worden, 1941 wurde der Betrieb kriegsbedingt eingestellt. Nach dem Krieg wurde das Areal an der „Sektorengrenze“ bis Anfang der 1950er-Jahre als „Tanzpalast“ genutzt. 1971 ließ die DDR das Hotel für den Ausbau der Grenzanlagen sprengen und das Gelände einebnen. Nach der Wende fiel das Areal zunächst der Stadt Potsdam zu. 2002 erhielten es die vormaligen Eigentümer nach langem Rechtsstreit nach dem Mauergrundstücksgesetz zurück. Nach der Sanierung der einstigen Stehbierhalle wurde der Restaurantbetrieb ab Sommer 2004 wieder aufgenommen.

Von Jens Trommer

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