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Kein Jugendtreff in der Biosphäre

Jugendhilfeausschuss legt sich fest Kein Jugendtreff in der Biosphäre

Im Bornstedter Feld fehlen Jugendtreffs – darüber diskutieren die Stadtverordneten seit Jahren. Immer wieder kam dabei auch die Biosphäre als mögliches Domizil für einen Jugendclub ins Gespräch. Nun hat sich der Jugendhilfeausschuss positioniert: Er favorisiert Neubauten und will von der Tropenhalle nichts mehr wissen.

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Scheint als Jugendclub-Standort nun endgültig aus dem Rennen: Die Biosphäre am Volkspark.

Quelle: Friedrich Bungert

Bornstedt. Unabhängig vom Schicksal der Biosphäre sollen im Bornstedter Feld zwei Jugendclubs entstehen. Dafür haben sich die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses ausgesprochen. Der Sozialbeigeordnete Mike Schubert (SPD) hatte den Ausschuss um ein Votum gebeten, bevor am kommenden Dienstag der Hauptausschuss zu einer Sondersitzung rund um die Biosphäre zusammenkommt. „Soll noch einmal geprüft werden, ob ein Jugendclub mit in die Biosphäre zieht?“, fragte Schubert. Oder sollten die Ergebnisse der Arbeitsgruppe, die eigens für die Suche nach einem geeigneten Club-Standort eingerichtet wurde, weiterverfolgt werden? Die AG hat zwei Grundstücke an der Georg-Hermann-Allee und der David-Gilly-Straße besichtigt, auf denen sofort gebaut werden könnte.

„Wir sollten uns endgültig von der Biosphäre verabschieden“, sagte Frank Otto (Bündnis 90/Die Grünen): „Die Biosphäre dient seit Jahren als Entschuldigung dafür, den im Bornstedter Feld fehlenden Club nicht zu bauen.“ Auch Sigrid Müller (Linke) plädierte dafür, die von der AG eingeschlagene Richtung beizubehalten. Björn Karl (CDU/ANW) riet indes dazu, den Hauptausschuss abzuwarten: „Das macht den Kohl auch nicht mehr fett.“ Rüdiger Schmolke vom Chill-out-Verein warnte, dass ein Club in der Biosphäre „auf Dauer von einer höchst komplexen Gemengelage abhängig“ wäre: „Wir haben zwei Standorte, die eine sehr gute Jugendarbeit ermöglichen. Darauf sollten wir uns jetzt konzentrieren.“

Wie berichtet, soll es im Bornstedter Feld künftig zwei Jugendtreffs geben. Favorit ist ein Neubau an der Georg-Hermann-Allee direkt hinter der Grundschule. Ein weiterer Neubau könnte an der David-Gilly-Straße neben dem Asylheim entstehen – allerdings ist als Alternative noch das Ribbeck-Eck im Rennen. Der Kommunale Immobilienservice schätzt die Kosten für dessen Sanierung auf 1,2 Millionen Euro. Der Träger des Clubs, der Verein „Paragraf 13“, erarbeitet einen eignen Vorschlag zur Sanierung. Für den 6. Juli ist ein Vor-Ort-Termin angesetzt.

Von Nadine Fabian

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