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Keine Lösung für Potsdamer Moschee

Stadt zahlt für Freitagsgebete Keine Lösung für Potsdamer Moschee

Die Stadt Potsdam zahlt rund 1500 Euro für jedes Freitagsgebet in der Biosphärenhalle. Das hat die Verwaltung auf Anfrage der AfD bekannt gegeben. Die Orangerie der Biosphäre wird seit Oktober als Gebetsraum genutzt, weil die Räume der Moschee Am Kanal in der Potsdamer Innenstadt für die Gemeinde zu klein sind.

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Beim ersten Freitagsgebet in der Biosphärenhalle am 7. Oktober 2016 kamen hunderte Gläubige.

Quelle: dpa

Potsdam. Die Landeshauptstadt Potsdam hat die Freitagsgebete der Muslime in der Orangerie der Biosphärenhalle im vergangenen Jahr mit mehr als 19.500 Euro unterstützt. Das hat das Rathaus jetzt auf Anfrage des Stadtverordneten Dennis Hohloch (AfD) mitgeteilt. Die Freitagsgebete waren Anfang Oktober in die Biosphäre verlegt worden, weil die bis dahin genutzten Räume der Al-Farouk-Moschee in der Ladenpassage Am Kanal für die regelmäßig bis zu 500 Gläubigen viel zu klein waren.

Laut Rathaus gab es in der Orangerie 2016 insgesamt 13 Freitagsgebete mit jeweils rund 400 Teilnehmern. Pro Veranstaltung sei ein Aufwand von 1515 Euro für Miete und Nebenkosten wie Raumherrichtung und Reinigung angefallen. Die Stadt habe „die Kosten für diese Maßnahme für das Jahr 2016 getragen“. Die Suche nach Alternativen war ergebnislos. In Erinnerung ist die Debatte über den Umzug in einen leeren Supermarkt am Schlaatz. Auf die Frage Hohlochs, ob die Orangerie „über das Frühjahr hinaus als Gebetsraum genutzt“ werde, antwortet das Rathaus, das könne „nach dem gegenwärtigen Stand nicht vollständig ausgeschlossen werden“.

Hilfe vom Land blieb bisher offenkundig aus: „Ich gehe davon aus, dass wir vom Land nicht allein gelassen werden“, hatte Sozialdezernent Mike Schubert (SPD) am 12. Oktober 2016 erklärt. Ein erstes Gespräch war nach seinen damaligen Angaben „in der nächsten Woche“ geplant.

Nach der aktuellen Mitteilung des Rathauses dauern die Gespräche an: „Der Vorstand des Vereins der Muslime in Potsdam, die Landeshauptstadt und das Land sind in Gesprächen zur Sicherstellung der Durchführung dieser Maßnahme bis zur Findung einer dauerhaften Lösung oder einer anderen Übergangsalternative.“ Eine „genaue Quantifizierung der Anteile“ von Stadt und Land an der Finanzierung aber sei „bis dato nicht möglich“. Die muslimische Gemeinde beteilige sich bereits über die Kosten für die Technik und mit Eigenleistungen beim Auf- und Abbau.

Die von der städtischen Bauholding Pro Potsdam bewirtschaftete Biosphärenhalle war erst nach langer Suche als Übergangsvariante gefunden worden. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) hatte der muslimischen Gemeinde bereits im Oktober 2015 Hilfe bei der Suche nach größeren Räumen zugesichert. Denn schon damals mussten viele Gläubige zum Freitagsgebet wegen des großen Andrangs auf den Bürgersteig ausweichen.

Von Volker Oelschläger

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